Raggae-Duo

Rasta und Araber: Raggae mit individueller Note

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Marlon Kerkenberg (links) und Bilel Boughanmi bilden das Duo Rasta und Araber.

Neuenrade - Die Debüt-CD vom Reggae-Duo Rasta und Araber ist fertig. Am Freitag, 28. April, präsentieren die beiden heimischen Musiker ihren Silberling bei einer Release-Party auf dem Hof Schulte beim Verein Kulturfluter am Breitenbruch 1.

„Zwei Tage später findet dort das May Perlorama statt. Wir nutzen einfach die Bühne, die sie schon vier Tage vorher aufbauen. Und an Bass, Drums, Keyboards und Gitarre bekommen wir an dem Abend unseres CD-Releases auch Unterstützung von Mitgliedern der Entspannungsminister“, verrät Marlon Kerkenberg – die erste Hälfte von Rasta und Araber.

Die zweite Hälfte ist der 27-jährige Bilel Boughanmi. Kerkenberg erinnert sich: „Ich bin vor vier Jahren mit dem Zug von der Berufsschule nach Hause gefahren und habe Bilel aus Menden auf der Fahrt kennengelernt.“ Schnell hatten sie über Marlons Rasta-Frisur ein gemeinsames Thema gefunden: Musik. Bei einer gemeinsamen Probe sprang der Funke dann sofort über.

Zwischenzeitlich haben die Zwei einiges ausprobiert. Bis zu sechs Musiker umfasste das Projekt Rasta und Araber zeitweise. Am Ende entschlossen sie sich, ein Duo zu bleiben. „Es gibt ja auch Simon & Garfunkel und Bohlen & Anders“, sagt Kerkenberg. In seinem Wohnzimmer proben er und Boughanmi unterdessen auch. Die vielen Proberaum-Umzüge waren sie alsbald auch leid.

Aufnahmen in Balve

Ab März 2016 gingen Rasta und Araber ins MMB-Studio von Daniel Pütz in Balve, um sieben ihrer Songs aufzunehmen. Pütz unterstützte die zwei bei den Aufnahmen auch an den Keyboards und mit Backing-Vocals. Ein Stück namens „Jea Mama“ auf dem Album, welches keinen Namen trägt, ist in arabischer Sprache. Die anderen sechs kommen mit deutschem Text daher.

Marlon Kerkenberg mit dem ersten Album des Raggae-Duos.

Der 21-jährige Kerkenberg gesteht: „Mit 13, 14 Jahren habe ich in meinen damaligen Bands auch Englisch gesungen. Das hört sich definitiv auch geiler an.“ Aber er habe nun einen Lernprozess hinter sich: „Ich habe mich jetzt bewusst fürs Deutsche entschieden. Das ist für mich authentischer, weil es meine Muttersprache ist. Würde ich weiter Englisch singen, würde ich mich verstecken. Dann wäre ich nicht mehr ehrlich.“

Musikalisch seien er und sein Mitstreiter nicht festgelegt. „Die Grundstruktur ist Reggae, aber wir machen schon unser eigenes Ding.“ Beim Probehören der CD kommen dann tatsächlich Erinnerungen an Bob Marley, aber auch an modernere Vertreter des Genres wie Gentleman und Patrice.

Ein Lied für Neuenrade

Ein Lied heißt „Neuenrade“. Im Refrain heißt es: „Ich bin geboren in Neuenrade.“ Kerkenberg erläutert: „Das ist so ein Gefühl. Ich identifiziere mich halt mit der Stadt. Geboren bin ich aber eigentlich im Krankenhaus in Lüdenscheid.“ In anderen Liedern geht es darum, dass die Gesellschaft unter der Fuchtel des Smartphones stehe – oder um das Geweckt-Werden von der Bohrmaschine des Nachbarn. Und im Song „Streichholz“ heißt es: „Kleine Dinge werden erst groß, wenn Du sie siehst. Schau’ mal genauer hin, da gibt es einen Sinn.“

Im Januar haben die beiden Musiker ihr Album in Balve abgemischt. Zwischenzeitlich haben sie die CD-Verpackung entworfen. Der Silberling ist jetzt in zwei Versionen erhältlich. Die einfache kostet 10, die aufwendigere 15 Euro. Die CD liegt in einer Auflage von 500 Stück vor und wird erstmals bei der Release-Party verkauft.

Auf dem Album sind auch zwei Neuenrader Gastmusiker zu hören. Im Stück „Kleiner Stern“ spielt Jan Philipp Müller von den Entspannungsministern das Gitarrensolo. Und bei „Reggaemusik“ ist Sänger Jannik Filter zu hören, der heimischen Musikfans noch von der Formation The Majors ein Begriff sein dürfte.

Karriere begründen

Rasta und Araber wollen mit der CD ihre Karriere begründen. Kerkenberg schaut in die Zukunft: „Wir wollen schon einmal von unserer Musik leben können. Wir müssen nicht immer vor 10 000 Menschen auftreten, wollen uns aber unser Brot davon kaufen können.“

Am 28. April öffnen sich die Pforten des Hof Schulte für Konzertbesucher um 20 Uhr. Der Eintritt an dem Abend wird frei sein. Gegen 20.45 Uhr beginnt dann die Show. Fans sollten pünktlich kommen, denn „wir spielen nur unser Album“. Und das ist mit 23-einhalb Minuten nicht besonders üppig. Nach einem Jahr Produktionszeit war es aber Zeit, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, finden die beiden Musiker.

Die nächsten Auftritte stehen schon im Kalender von Rasta und Araber: Am 10. Juni spielen sie im Neuenrader Kulturschuppen und am 8. Juli im Bistro Zur Mühle.

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