Neuenrader protestieren gegen MVG-Fahrplan und erreichen Verbesserungen

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Die Fahrpläne der Linie 76 wurden neu justiert. Das bringt Verbesserungen vor allem für die Hönnequell-Schüler mit sich. 

Neuenrade - Nach massiven Interventionen verärgerter Eltern wird sich der Busfahrplan in Neuenrade ab dem Schuljahr 2018/2019 verbessern, sowie zum Fahrplanwechsel im kommenden Februar.

Allerdings: Erst im Februar hatte es für die Region Neuenrade einen neuen Fahrplan gegeben, der zwar die Anbindung in Richtung Plettenberg (nach Fertigstellung der Großbaustelle zwischen Affeln und Plettenberg) verbessert, aber unter dem Strich für die Küntroper und auch für die Affelner Nachteile brachte. 

Der aktuelle Fahrplan für die Linie 76 ist nun umgestrickt, denn der bisherige barg einige Fallstricke für die Fahrschüler. So kamen Hönnequell-Schüler erst spät nach der Schule in Affeln an. Jetzt ist der Plan so angelegt, dass der Bus nach der 8. Stunde bereits um 15.53 Uhr ab Hönnequell-Schule in Richtung Affeln, Altenaffeln und Blintrop fährt und in Affeln bereits viel eher, um 16.08 Uhr, ankommt. Zudem werden die Fahrschüler aus den Ortsteilen auf derselben Fahrstrecke direkt um 13.15 Uhr zurücktransportiert. 

Ärger mit der Linie 60

Und es gab Ärger mit der Linie 60: Von Werdohl kommend fährt die Linie (noch) nur bis zum Brunnenbach und nicht mehr bis Küntrop. Küntroper Gymnasiasten, die das Burggymnasium in Altena besuchen, waren davon betroffen. Auch alle anderen Küntroper, die auf diese Linie angewiesen sind. Mit dem großen Fahrplanwechsel im Februar (vorher geht es laut MVG unter anderem auch wegen der Hüttenweg-Baustelle nicht) wird „dieser gravierende Missstand“ (Bürgermeister Antonius Wiesemann) beseitigt. Dann fährt die 60 von Werdohl über Neuenrader Bahnhof, gen Baumarkt, Küntrop, Garbecker Straße, Bahnhof und zum Brunnenbach. „Dadurch wird die umsteigefreie Verbindung mit der Linie 60 von Werdohl in den Ortsteil Küntrop wieder hergestellt“, freuten sich Bürgermeister Antonius Wiesemann und Monika Arens (Schulamt). 

Gesprächsrunden und wütende Bürger

Zwei Gesprächsrunden mit wütenden Bürgern beim Bürgermeister inklusive Ortsvorsteher, zwei Sitzungen mit der MVG-Spitze und diverse Telefonate waren nötig, um das letztlich zu regeln. Der Clou: Die Geschichte mit dem Fahrplan-Linie 60 löste der Pensionär Heinz Werner Turk, aus, der früher jahrelang im Arbeitskreis Öffentlicher Nahverkehr gesessen hatte. Der Bürgermeister hatte den Pensionär und Fahr-planexperten gebeten, sich die Sache anzuschauen. Der registrierte, dass für die Linie 60 fünf Minuten Wartezeit am Bahnhof eingetragen waren. Diese Wartezeit gibt es nun nicht mehr, dann passt es plötzlich auch, um eben noch eine Schleife durch Küntrop zu fahren. Lediglich die Haltestelle „Wendestelle Küntrop“ wird nicht mehr angefahren. Turk übt Kritik an der MVG: „Die machen Fahrplanänderungen ohne Fahrgastzählungen.“ 

MVG nimmt Stellung

Das will MVG-Sprecher Jochen Sulies so nicht stehen lassen. Regelmäßige Zählungen könne man nicht leisten, da sei viel Manpower nötig. „Wir machen Zählungen fallbezogen“. Und natürlich reagiere man auf Beschwerden/ Anregungen und versuche das anschließend organisatorisch zu verbessern.

Von Peter von der Beck

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