Peter Riecke steht wieder vor der Kamera

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Für das Format „Lieblingsort Neuenrade“ war Peter Riecke am Montag mit Reporterin Julia Schifferings unterwegs. Unter anderem hat er das WDR-Team zur Evangelischen Kirche und auf deren Turm geführt.

Neuenrade - Gemütlich schlendert Peter Riecke mit WDR-Reporterin Julia Schifferings zum Portal der Evangelischen Kirche. Er steht für das WDR-Nachmittagsmagazin „Hier und heute“ vor der Kamera, um den Zuschauern seinen „Lieblingsort Neuenrade“ vorzustellen

Riecke steigt mit Schifferings auf den mittelalterlichen Turm der Kirche, in der er und seine Kinder getauft und konfirmiert wurden. Er zeigt der Journalistin aus dem Studio Köln vor laufender Kamera das denkmalgeschützte Ensemble Rathaus und Grundschule – und erinnert sich augenzwinkernd daran, dass er einst in seine Klassenlehrerin verliebt war. Letzte Station für den Dreh ist die Hönnequelle, wo der Neuenrader einmal mehr die Frage aufwirft, ob die Quelle nun tatsächlich sprudelt oder doch eher dröppelt.

Für ihn ist es nicht das erste Mal, dass er an einer Fernsehproduktion mitwirkt. Schon zwei Mal hat Riecke für den Sender Arte gedreht (wir berichteten). Bevor er am Montag mit dem WDR in der Hönnestadt unterwegs war, stand er im März an zwei Tagen für einen „Tatort“ vor der Kamera. Die Folge trägt den Titel „Zorn“ – und spielt im Bergarbeitermilieu in Dortmund, verrät Peter Riecke: „Dort hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, weil Häuser absacken. Prompt wird deren Fürsprecher ermordet.“ 

Der Hobbyschauspieler schlüpfte in die Rolle eines Anhängers der Bürgerinitiative – und hatte bei den Dreharbeiten im Braunkohlerevier bei Bergheim großen Spaß. „Es geht nicht darum, wie lange man letztlich im Fernsehen zu sehen ist, es geht um das Erlebnis beim Drehen an sich“, erklärt er – und stellt fest: „Ich mache das, weil es total geil ist.“ 

Begeistert erzählt Peter Riecke von seinen Erfahrungen am Set: „Dort sind alle total kumpelig. Auch die Hauptdarsteller. Wenn man das mal gemacht hat, sieht man Fernsehen mit anderen Augen. Plötzlich achtet man auf die Komparsen, und stellt fest, dass man viele von ihnen kennt.“ Den Blick hinter die Kulissen beschreibt er als hochinteressant. Deshalb habe er auch kein Problem damit, dass finanziell für ihn nichts übrig bleibe: „Es wird nur der Mindestlohn gezahlt.“ Um nicht an zwei Tagen nach Bergheim in der Nähe von Köln reisen zu müssen, übernachtete Riecke im März kurzerhand im Auto. „Auch das stört mich nicht, für mich ist ein tolles Hobby“, erklärt der Neuenrader. 

Nachdem er in der Vergangenheit schon an mehreren Castings teilgenommen hat, sei das ARD-Team kürzlich auf ihn zugekommen. „Mein Fotos sind ja inzwischen in den Karteien.“ Dennoch seien Castings generell eine tolle Sache. „Alle Insider kommen zwei Stunden eher, und dann ist es wie bei einem Familientreffen“, schmunzelt der Hobbyschauspieler. 

Generell kann er sich für sein Fernseh-Hobby noch eine Menge vorstellen. Sein Kriterium: „Es müssen in meinen Augen vernünftige Angebote sein.“ Und natürlich gibt es Tabu, das Peter Riecke nur unter ganz besonderen Umständen brechen würde: „Meine Haare und mein Bart sollen eigentlich da bleiben, wo sie sind. Gerade mein Bart ist mein Heiligtum. Deshalb spiele ich auch am liebsten die Mittelalter-Typen.“

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