Das Futter kennenlernen

Ein Hotel für Pferde in Neuenrade

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Horst Kruse mit Pferd Paula auf dem Reitplatz. In seinem Pferdehotel beherbert er insgesamt 44 der Huftiere.

Neuenrade - „Das ist wie ein Hotel für Pferde“, beschreibt Horst Kruse seinen Betrieb. Der Pferdewirt aus Neuenrade beherbergt am Oberen Beuler Weg insgesamt 44 der Huftiere. „Damit sind wir komplett ausgebucht“, erklärt er. Zwar habe er nur insgesamt 42 Boxen, aber zwei kleine Ponys seien in einem improvisierten Stall untergebracht.

Rund um den Hof, der zwischen Wald und Wiesen des Kohlbergs liegt, sind Weiden für die Vierbeiner großzügig verteilt. Hier können die Pferde das gesamte Jahr an der frischen Luft verbringen, wie Kruse erläutert. „Es findet ganzjähriger Weidegang statt“, erklärt der gestandene Fachmann. 

Das Pferdehotel ist dabei nur ein Teil des landwirtschaftlichen Betriebs von Horst Kruse. So produziere er auf insgesamt 42 Hektar auch das Futter für die Huftiere. „Das Gemüse wird gewissermaßen im Hotelgarten selbst angebaut“, umschreibt Kruse sein Konzept. Die Flächen für das Heu kaufe man zwar extern dazu, ernte dann aber selber. 

Alles rund ums Futter

Das Futter und dessen Beschaffenheit zu erklären, wird deswegen auch beim diesjährigen Gertrüdchen die Aufgabe des Landwirtes vom Beuler Weg sein. Egal ob Stroh, Hafer oder Heu – Kruse kennt sich durch seine Tätigkeit aus. „Ich möchte den Menschen zeigen, was das eigentlich ist“, betont der Landwirt. Deswegen gibt es am Stand der örtlichen Pferdewirte ausreichend Möglichkeiten, das Futter und dessen Eigenarten aus erster Hand kennenzulernen. 

Außerdem plane er mit den kleinen Gästen des Gertrüdchens eine Strohburg zu bauen. „Aber nur, wenn das Wetter auch gut ist“, fügt der Landwirt hinzu. 

Die Beschäftigung in der Landwirtschaft wurde dem Neuenrader in die Wiege gelegt. Den Hof hat Kruse vor einigen Jahren von seinen Eltern übernommen. 

Betrieb zukunftsfähig machen

Damit der Hof auch in Zukunft rentabel bleibt, hat er ihn ausgebaut. So stehe den Pferdebesitzern neben einer großen Reithalle auch ein Reitplatz zur Verfügung. Diesen habe er vor vier Jahren angelegt, um den gesamten Betrieb zukunftsfähig zu machen. 

„Die Pferdewirte in der Umgebung haben alle ein unterschiedliches Betätigungsfeld“, erklärt Kruse. Während einige auf die Ausbildung von Sportpferden setzen oder Reiter schulen, gebe es bei ihm ausschließlich Pensionspferde. „Andere Bauern haben Kühe, wir haben Pferde“, erläutert der Neuenrader. 

Gnadenbrotpferde

Eine weitere Besonderheit gibt es auf dem Neuenrader Hof ebenfalls: Die sogenannten Gnadenbrotpferde, also solche die im Sterbealter sind, haben auf einer separaten Wiese Raum ihren Lebensabend in aller Ruhe zu verbringen.

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