Netzwerken in Höxter

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Klaus Peter Sasse in Aktion.

Neuenrade/Höxter -In Höxter fand am vergangenen Freitag die Westfälische Kulturkonferenz statt – mit Neuenrader Beteiligung. Klaus Peter Sasse als Vorsitzender und Monika Arens als Geschäftsführerin des forumneuenrade waren ebenfalls eingeladen worden.

Und nicht von ungefähr: Dass die Sache mit der Kultur in Neuenrade gut funktioniert, hat sich herumgesprochen. Sasse und Arens waren auch als Impulsgeber eingeladen worden. Auch wirkten sie in einem Forum mit, bei dem es um das Instrumentarium geht, mit dem die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen verbessert werden kann.

Es war eine große und illustre Runde: Rund 350 Künstler und Kulturschaffende, Vereine und andere Netzwerke sowie Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung trafen sich dabei in Höxter. Schwerpunktthema der vierten westfälisch-lippischen Kulturkonferenz war die Frage nach neuen Wegen, mit denen Menschen für Kultur begeistert werden und sich an Kulturarbeit beteiligen können.

Ehrengast war NRW-Kulturministerin Ute Schäfer. Die erklärte, dass es gemeinsames Ziel sei, die Tür zu Kunst und Kultur für alle so früh wie möglich und so weit wie möglich zu öffnen. Für sie ist „Partizipation“ ein Motor der Kulturpolitik in NRW.

In einem anschließenden Erfahrungsaustausch diskutierten Vertreter des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (Kreis Steinfurt), des Kulturnetzes Kassel und eben Sasse und Arens vom forumneuenrade über Faktoren und Stolpersteine für erfolgreiche Beteiligung von Künstlern, Kulturschaffenden und bürgerschaftlich Engagierten in der Kultur. Das DA im ehemaligen Kloster Gravenhorst ist bundesweit Vorreiter in Sachen Kunst zum Mitmachen und Mitdenken. In Neuenrade stimmen die haupt- und ehrenamtlichen Akteure ihre Zusammenarbeit eng miteinander ab.

Am Nachmittag verteilten sich die Konferenzteilnehmer auf diverse Foren, um gute Beispiele kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und eigene Anliegen zu diskutieren. In den Foren befasste man sich mit der Beteiligung an kulturpolitischen Prozessen und Entscheidungen. In einige Foren wurde diskutiert, wie sich Kultureinrichtungen ändern, um Künstler, Museumsbesucher, ältere Menschen oder Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund zu erreichen und ihnen aktive Teilnahme ermöglichen. In drei weiteren Foren schließlich lag der Fokus auf der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. So wurde zum Beispiel klar, dass die Attraktivität eines Vereins darin besteht, dass sich jeder Interessierte für einen überschaubaren Zeitraum in einem Wunschprojekt engagieren kann.

Monika Arens kommentierte die Veranstaltung. Sie freute sich, dass Sasse den meisten Applaus bekommen hatte, erzählte, dass man Neuenrade um den kulturaffinen Ex-Bürgermeister beneide. So habe sie von anderen Teilnehmern gehört, dass sich offenbar die wenigsten in der Politik tatsächlich für Kultur interessieren würden. Zudem konnten die Neuenrader viele Kontakte knüpfen. Höchst interessiert habe man sich zum Beispiel am Zelius/Bücherei-Konzept gezeigt, das Sasse zwischenzeitlich präsentiert hatte.

Ein klares Ergebnis hinsichtlich der Zusammenarbeit haupt- und Ehrenamtliche habe es für sie gegeben, betonte Arens. Demnach sei man immer mehr auf die Mitarbeit der Ehrenamtlichen angewiesen. Denen müsse man auf Augenhöhe begegnen und ihnen möglichst den Rücken frei halten und sie von bürokratischem Aufwand entlasten. - vdB/lwl

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