Adventliches Musizieren

Neuenrader Musikverein im Stadtgebiet unterwegs

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Die Mitglieder des Musikvereins besuchten unter anderem das Evangelische Altenzentrum.

Neuenrade - Seit mehr als einem halben Jahrhundert steht beim Musikverein das „Weihnachtsblasen zum 4. Advent“ im Terminkalender. Am Wochenende war es wieder soweit. 23 Akteure waren erneut mit ihren Instrumenten unterwegs, zogen durch die Stadt. Einige waren sogar standesgemäß mit roter Zipfelmütze bekleidet.

Am Platz der Generationen startete die kleine musikalische Veranstaltung. Dort präsentierten die Musiker Advents- und Weihnachtslieder. 

Ehrenvorsitzender Volker Grünberg zeigte erneut und voller Begeisterung sein musikalisches Talent und reihte sich mit der Triangel in die Reihen der Musiker ein. 

Mit der linken Hand dirigiert

Wie fast immer beim traditionellen Weihnachtsblasen stand Trompeter Friedhelm Schulte als Dirigent vor seinen Mitstreitern, da der etatmäßige Chef, Christian Knaup, mit seiner Posaune das Klangbild verstärkte – und Trompeter Friedhelm Schulte immerhin noch seine linke Hand frei hatte, um zu dirigieren. 

Friedhelm Schulte steht seit mehr als 50 Jahren als Trompeter in den Reihen der Musiker. Zum „Dirigenten bei besonderem Bedarf“ wurde er einst schmunzelnd befördert, da er einer der wenigen Instrumentalisten ist, der mit der rechten Hand die Trompete spielt und so „eine Hand frei hat, um den Takt anzugeben“. Der adventliche Dauerstress war den Musikerinnen und Musikern nicht anzumerken. 

Vom Platz der Generationen führte ihr Weg zur Wohnresidenz im Mühlendorf und von dort zum Evangelischen Altenzentrum, wo die musikalische Gruppe von den Bewohnern schon erwartet und mit lieben Worten begrüßt wurde. 

Ehemaliges Mitglied besucht

Bekannte Weihnachtslieder vermittelten die richtige Atmosphäre. Die Zuhörer sangen bei Titeln wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ auch mit. Besucht wurden vom Musikverein auch ehemalige Musikkollegen, die aus Altersgründen nicht mehr aktiv in ihren Reihen stehen. Dazu zählte auch Horst Graewe. 

Der ehemalige Trompeter, der später das Tenorhorn spielte, hat mit seinem Sohn und Enkel zwei Nachkommen im Musikverein. So sei es selbstverständlich gewesen, dass der gemeinsame Abschluss des Weihnachtsblasens bei ihm stattfand. Gemeinsam schwelgten die Musiker in Erinnerungen.

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