Statistisch reiche Neuenrader

Geld haben Neuenrader vergleichsweise reichlich zur Verfügung. Zumindest haben das die Statistiker errechnet. -  Symbolfoto

Neuenrade -  Das verfügbare Einkommen nach Steuern und Sozialabgaben gilt als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung und beschreibt die lokale Kaufkraft. Nun liegen den Statistikern des Landes die Zahlen für 2012 endlich vor und sie präsentierten jüngst die Daten. Demnach geht es rein statistisch den Neuenradern offenbar sehr gut.

Das verfügbare Einkommen ist gestiegen und summiert sich laut Tabelle im Jahr 2012 auf 25 430 Euro pro Einwohner. Damit landen die Neuenrader in der Rangfolge der rund 400 Nordrheinwestfälischen Kommunen und Städte auf Platz 23. Und gegenüber dem Vorjahr hatten die Neuenrader immerhin 765 Euro mehr zur Verfügung. Alle Neuenrader zusammen hatten 2012 rund 305 Millionen Euro zum Leben und zum Sparen. Laut Statistik drei Prozent mehr als im Vorjahr. Brutto waren es für alle Neuenrader zusammen 362 Millionen Euro. Die Differenz, immerhin 57 Millionen Euro, wurden für Steuern und Sozialabgaben oder ausschließlich Steuern ausgegeben.

Bleibt der Blick auf die Zahlen der Nachbarstädte. Rein statistisch hat ein Plettenberger in etwas genauso viel zum Konsumieren und zum sparen wie ein Neuenrader.

Fährt man den Berg hinunter nach Werdohl, so sieht es da schon ganz anders aus. Exakt 19347 Euro hat der Werdohler rein statistisch und jährlich zum Ausgeben und zum Sparen zur Verfügung. Das Primäreinkommen, die Summe aller Einkommen vor Steuern lag in Werdohl im Jahr 2012 bei 407 Millionen Euro. Mit den Zahlen landete Werdohl 2012 auf Platz 300. Werdohl hat rund 6000 Einwohner mehr als Neuenrade. Nachrodt-Wiblingwerde hat knapp 7000 Einwohner und dort sprechen die Zahlen für sich: Rein statistisch hatte ein Einwohner dort im Jahr 2012 rund 28 000 Euro (Neuenrade 25 500 Euro) zur Verfügung. Die Doppelgemeinde liegt damit auf Platz 13 des NRW-Rankings.

Und zum Schluss ein Blick auf die Zahlen Attendorns: Mit sage und schreibe 40 419 Euro wies Attendorn – rein rechnerisch – das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner aller 396 Städte und Gemeinden in NRW auf. Die Summer aller Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen lag dort im Jahr 2012 bei 1,133 Milliarden Euro.

Von Peter von der Beck

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