Weihnachtsstimmung

So bereiten sich Neuenrader Kinder aufs Fest vor

+

Neuenrade/Affeln - Für Erwachsene ist die Weihnachtszeit oft eher hektisch statt besinnlich. Bei den Kindern sieht es oft anders aus: So stimmen sie sich auf die Festtage ein.

Überfüllte Läden, lange Schlangen an der Kasse, drängelnde Menschenmassen und gestresste Verkäufer. Dazu noch Geschenke einkaufen und verpacken und sich noch über Art und Umfang des Weihnachtsessens Gedanken machen.

Wo ist denn nur die Besinnlichkeit geblieben, von der alle immer sprechen in der so gemütlichen Weihnachtszeit. Es scheint, als ob die Erwachsenen nur noch arbeiten und planen oder organisieren im Sinn haben. Kaum einer verweilt oder hält inne, um die Weihnachtsstimmung einzufangen.

Von der Hektik bekommen die Kinder wenig mit

Doch: Von all dieser Hektik bekommen Kinder zum Glück nicht viel mit. Die kleinsten stehen jeden Morgen freudestrahlend auf und sind ganz gespannt und fragen sich nur, was sich wohl hinter dem nächsten Türchen des Adventskalenders verstecken mag. Mit Genuss wird die Schokokrone dann in den Mund geschoben und gegessen.

Kinderaugen betrachten die Weihnachtszeit aus einem anderen Blickwinkel: Überall scheinen viele Lichter, es gibt viel zu bestaunen und die weihnachtliche Musik stimmt sogar noch weiter auf das Fest ein.

Ida, Nikita, Amely und Anna freuen sich: Sie sind Sternschnuppenkinder geworden und dürfen je für einen Tag in der Vorweihnachtszeit überall die ersten sein und gewisse Dinge bestimmen.

Im Kindergarten werden die Kinder auf unterschiedliche Art und Weise aufs Fest eingestimmt: Die Erzieherinnen lesen Geschichten vor, über Schnee oder über die Krippe mit dem Kind. Fasziniert hören die Jungen und Mädchen zu, wenn eine der Erzieherinnen wieder aus einem Buch vorliest.

Im Affelner Kindergarten haben sogar einige Kinder ihre Wunschzettel selbst gestaltet: Aus einem dicken Spielzeugkatalog haben sie ihre Wünsche ausgeschnitten und aufgeklebt und hoffen natürlich, dass das Christkind diese Wünsche auch erfüllen wird.

Das Kind mit der Sternschnuppe darf entscheiden

Um den Kindern die Weihnachtszeit zu verkürzen, gibt es jeden Tag in jeder Gruppe ein bis zwei Sternschnuppenkinder. Aufgeregt laufen in die Kleinen jeden Morgen zu ihrem persönlichen Zeichen, in der Hoffnung, dort eine goldene Sternschnuppe zu finden.

Denn – das Sternschnuppenkind ist für diesen einen Tag der Bestimmer. Sei es beim Plätzchen backen oder im Stuhlkreis, das Kind mit der Sternschnuppe darf als erstes basteln und entscheiden, welches Spiel gespielt wird.

Dazu gehört auch die Sternenpost, die den Kindern von den Weihnachtswichteln zugeschickt wird. Darin werden die Kinder besonders gelobt für jene Dinge, die sie herausragend gut können. Sei es Basteln, Malen oder gar das Aufräumen.

Vorfreude auf die Bescherung: Maja, Feena, Frieda und Lena, haben Wunschzettel gebastelt und hoffen auf bestimmte Geschenke.

Still sitzen oder in der Küche helfen, jedes Kind hat etwas, was es besonders gut kann und das wird hervorgehoben. Bis zum Ende der Weihnachtszeit hat so jedes Kind einmal eine Bestimmer-Sternschnuppe gehabt. So aufregend und faszinierend kann die Weihnachtszeit dann doch sein.

Das große Fest sollte etwas Besonderes sein

Vielleicht sollten die Erwachsenen einfach öfter mal den Stress und die Hektik links liegen lassen, sich ein Kinderbuch nehme oder eine Weihnachts-CD einlegen und sich daran erinnern, wie sie die Weihnachtszeit in ihrer eigenen Kindheit erlebt haben.

Vielleicht kommt dann ein bisschen etwas von jener Besinnlichkeit zurück und macht die Vorfreude auf das große Fest wieder zu etwas ganz Besonderem.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.