Neuenrader Jurist deckt Irrtümer auf

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Rechtsanwalt Ulrich Schorner stöbert mit Torben und Sven (beide 16 Jahre alt) im Gesetzbuch. Die Gertrudenschüler haben viele Fragen an den Experten. ▪

NEUENRADE ▪ Von Datenklau bis Untersuchungshaft – den Gertrudenschülern der neunten Jahrgangsstufe brannten viele Themen unter den Nägeln. Rechtsanwalt Ulrich Schorner stand ihnen gestern Rede und Antwort – und räumte mit einigen Vorurteilen und Rechtsirrtümern auf. Sven (16) vermutete nämlich, dass ein Anwalt alle Gesetze und Paragraphen auswendig weiß. „Das stimmt ganz und gar nicht. Ich habe die Gesetzesbücher bei Verhandlungen immer dabei und kann im Zweifelsfall nachschlagen“, erzählte Schorner. Alle zu kennen – das sei beinahe unmöglich.

Bereits seit 2007 kommt er einmal im Jahr zur Hauptschule, um im Rahmen der AG „Jugend und Rechtsfragen“ das Berufsbild des Anwaltes vorzustellen und Fragen zu beantworten. Längst weiß der Jurist, was die Jugendlichen am meisten interessiert. Ulrich Schorner: „Die Schüler wollen alles rund um das Hoch- und Runterladen von Musik im Internet wissen.“ Was legal ist, ab wann sie sich strafbar machen und was für rechtliche Konsequenzen entstehen können.

Neben Informationen hatte der Neuenrader Anwalt aber auch einige Tipps im Gepäck: Zum Beispiel riet er den Schülern – falls es mal zum Kontakt mit der Polizei kommen sollte – sich am besten erst mit einem Juristen abzusprechen. Das kannte Sven auch aus TV-Sendungen: „Alles was erstmal gesagt ist, kann später gegen einen verwendet werden“, erzählte er.

Betreut wird die AG übrigens von Lehrer Hans-Jürgen Stracke und Schulsozialarbeiter Thorben Schürmann. Wöchentlich arbeiten sie mit den Schülern und laden regelmäßig zu wechselnden Themen Experten ein. ▪ lima

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