Neuenrader Jugendfeuerwehr steht vor der Volljährigkeit

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Engagieren sich in der Jugendfeuerwehr: Ausbilder Maik Hupperich (von links), Jugendfeuerwehr-Leiter Kevin Vogel und sein Stellvertreter Patrick Vierhaus.

Neuenrade - Die Väter waren schon aktiv bei der Feuerwehr: „Und einmal selbst die Uniform tragen zu dürfen, war ein Traum. Ich war ganz stolz, als ich sie dann das erste Mal anhatte“, erinnert sich Kevin Vogel.

Er war eines der Gründungsmitglieder der Neuenrader Jugendfeuerwehr. Seit 2013 ist er selbst Jugendfeuerwehr-Leiter. 

Nur ein halbes Jahr kürzer dabei sind Maik Hupperich und Patrick Vierhaus. Letzterer ist Vogels Stellvertreter, Hupperich ist als Ausbilder des Nachwuchses tätig. 35 Mitglieder hat der Neuenrader Feuerwehr-Nachwuchs derzeit. Sieben Ausbilder betreuen sie. Sorgen über ausbleibende Neumitglieder bei der Jugendfeuerwehr haben die drei nicht. Noch immer sorgen die Väter bei den Löschzügen und Löschgruppen dafür, dass die Faszination des Brandlöschens und Helfens auf die Jugend übertragen wird. 

Angebot spricht sich in der Schule herum 

„Das spricht sich auch in der Schule herum“, hat Vierhaus beobachtet. „Komm doch auch einmal zu uns, das macht Spaß“, sagten Jugendfeuerwehr-Mitglieder zu ihren Klassenkameraden. Und nicht selten brächten sie danach ihre Schulfreunde mit zum nächsten Übungsdienst. 

„Dieser findet alle 14 Tage mittwochs ab 17.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus statt“, erläutert Hupperich, der sich auch regelmäßig über neue Gesichter unter seinen Schützlingen freut. Vierhaus ergänzt: „Der Beginn am späten Nachmittag sorgt zudem dafür, dass wir keine Probleme damit haben, dass die Kinder und Jugendlichen heute oftmals ganztätig Unterricht in der Schule haben.“ 

Noch einen Kniff nutzen die Ausbilder und Leiter der Neuenrader Jugendfeuerwehr: Sie nehmen Neumitglieder bereits mit zehn Jahren auf – und nicht, wie in anderen Städten, erst im Alter von zwölf Jahren. „Dann sind die Kids nämlich oft schon woanders – etwa im Sportverein – aktiv“, weiß Hupperich. 

Einjähriges Praktikum 

Bis zum 16. Lebensjahr werden die Heranwachsenden auf ihr späteres Wirken in der „richtigen“ Feuerwehr vorbereitet. „Mit 17 Jahren beginnen sie ein einjähriges Praktikum in einem Löschzug oder einer Löschgruppe“, erklärt Vierhaus. 

Mitanpacken bei einem „echten“ Einsatz dürfen sie in der Regel erst mit 18 Jahren. Aber wenn es dann dazu kommt, sind sie auf den Ernstfall gut vorbereitet. Und: Kaum einer, der in Neuenrade bei der Jugendfeuerwehr aktiv ist, springt als junger Erwachsener ab. Die Nachwuchsarbeit funktioniert bestens. 

Im kommenden Jahr wird die 2001 gegründete Neuenrader Jugendfeuerwehr 18 Jahre alt – also quasi volljährig. Ewig jung bleibt aber die Faszination der Uniform. Und auch eines bleibt im Erwachsenenalter der Jugendorganisation erhalten: der Spaß.

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