Einmal im Monat Klassentreffen

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Einmal monatlich kommt die Truppe zusammen.

Neuenrade - Klassentreffen sind für die kleine, aber muntere Truppe vom Einschulungsjahrgang 1954 durchaus keine Seltenheit.

 Was andere Jahrgänge mühsam im Rhythmus von drei, fünf oder noch mehr Jahren schaffen, das bewerkstelligen sie im Rahmen eines „kleinen Klassentreffens“ jeden dritten Mittwoch im Monat. Und darauf sind die einstigen Schüler der Volksschule Neuenrade besonders stolz. Wenn sie an ihre Einschulung denken, dann werden Erinnerungen wach.

 Im April 1954 wurden sie noch vor den Osterferien eingeschult, „weil das so üblich war“. 42 Jungen und Mädchen starteten damals in der kommunalen Lehranstalt, um für den Ernst des Lebens gewappnet zu sein. Erste Klassenlehrerin für die damaligen Schulkinder war Frau Gerda Rothschild, die in Neuenrade ihr erstes Lehramt hatte. Die Lehrerin vermittelte ihren Schützlingen aber nur bis Ende des Jahres den schulischen Einstieg in Buchstaben und Zahlen, dann wurde sie von Margarete Ihmig abgelöst. Die neue Lehrerin übernahm auch die Aufgabe, die ersten Zeugnisse zu schreiben.

Veit Hening Krönke erinnert sich: „Damals gab es noch keine Noten, es wurde mehr der allgemeine Start mitgeteilt.“ Und mit einem Schmunzeln erzählt er, dass dieser bei ihm „befriedigend“ war. Im dritten und vierten Schuljahr stand Hildegard Jenkner als Lehrerin vor der Klasse. Nach dem Ende dieses Jahres wechselten die Schüler auf die weiterführende Schule. Noch heute kommt aus der Gruppe der stolze Hinweis, dass Professor Dr. Dieter Stievermann auch bei ihnen in der Volksschule war. Nach der Schulzeit gelangen die Klassentreffen erstmal nur sporadisch und mit wechselndem Erfolg. „Dass es bei uns heute so gut mit dem Klassentreffen klappt, verdanken wir den Frauen.

Die beschlossen 1996, jeden Monat ein kleines Klassentreffen durchzuführen“, erklärt Veit Hening Krönke. Das kleine Klassentreffen habe sich inzwischen seit 20 Jahren bewährt. Seit Dezember 2001 treffen sie sich in einer Pizzeria. Gastronom und Pizzabäcker Franco hat seine Stammkunden inzwischen ins Herz geschlossen und beurteilt das monatliche Klassentreffen als „molto bene“, also „sehr gut“.

Der einzige Mann in der Gruppe ist Veit Henning Krönke. Von einer Position als „Hahn im Korb“ will der Neuenrader wenig wissen, wohl aber vom Erzählen der Stadt-Historie. Natürlich fühle er sich unter den Damen sehr wohl. Er freue sich immer besonders, wenn ihn an seinem Geburtstag die Glückwünsche der Frauen erreichen würden. Es sind aber nicht nur die schulische und die Neuenrader Vergangenheit, die bei den Zusammenkünften zur Sprache kommen. Beim Treffen in dieser Woche überraschte Veit Henning Krönke seine ehemaligen Mitschülerinnen mit seiner eigenen adventlichen Geschichte, die er passend „Und den Menschen ein Wohlgefallen“ betitelt hatte.

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