Grüne: MVZ ja, aber nicht wie geplant

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Der geplante Standort in der Praxis an der Zweiten Straße passt den Grünen nicht.

Neuenrade - Ein MVZ braucht Neuenrade unbedingt, finden die Grünen. Doch die aktuellen Pläne passen ihnen nicht.

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) für Neuenrade unterstützen die Neuenrader Grünen. Das betonen sie nachdrücklich. „Es ist sogar die einzige Chance, die uns bleibt, die medizinische Versorgung vor Ort weiterhin zu gewährleisten“, sagt Ralf Gäer.

Den geplanten Standort in der Praxis von Arzt und CDU-Ratsmitglied Michael Beringhoff an der Zweiten Straße lehnen die Bündnisgrünen allerdings ab. 

Kommunalaufsicht eingeschaltet

Unmittelbar nach Bekanntgabe der Pläne für das MVZ, hätten sie am 14. März bei der Kommunalaufsicht in Lüdenscheid eine Anzeige eingereicht, da die entscheidende Ratssitzung nicht-öffentlich stattgefunden hat. „Nun müssen wir die CDU zurück an den Tisch zwingen, um öffentlich zu diskutieren“, so Gäer. 

Grünen-Sprecher Ulrich Naumann erinnert sich, dass es zuletzt vor rund einem Jahr eine Sitzung des Arbeitskreises gegeben habe, der sich um die medizinische Versorgung in Neuenrade kümmern soll. In diesem Gremium seien alle Parteien vertreten. „Dort kam auch die Idee auf, eine Prämie für einen Hausarzt auszusetzen“, schildert Naumann. 

"In Hinterküchen verhandelt"

Seither habe dieser Arbeitskreis jedoch nie mehr getagt. Naumann formuliert es so: „Stattdessen wurde in Hinterküchen verhandelt.“ Er sagt: „Schon eine Woche, bevor die Politik davon erfuhr, ging die Nachricht durch den Ort: Beringhoff macht das MVZ.“ 

Ratsmitglied Dr. Karl Kaluza betont erneut: „Die Praxis von Beringhoff ist kein geeignetes Gebäude. Es gibt keinen Fahrstuhl, keine Parkplätze und nicht genügend Platz.“ Festlegen auf einen geeigneten Standort wollen sich die Grünen zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings noch nicht. Doch sie sehen das Ärztehaus als geeignet an. 

Gäer unterstreicht: „Wir sind nun gerade erst raus aus der Haushaltssicherung. Dann sollten wir nicht mit einer Anstalt öffentlichen Rechts das Geld der Bürger so leichtfertig versenken."

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