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Fast 1.300 Besucher an einem Tag: Freibad Neuenrade feiert Rekord

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Von: Carla Witt

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Zum Abschluss noch einmal im Freibad frühstücken: Diese Gruppe aus Dahle bedauert, dass die Saison jetzt beendet ist. Ebenso wie viele Badegäste aus Neuenrade und aus anderen Nachbarstädten haben die Dahler viele Besuche im Bad genossen.
Zum Abschluss noch einmal im Freibad frühstücken: Diese Gruppe aus Dahle bedauert, dass die Saison jetzt beendet ist. Ebenso wie viele Badegäste aus Neuenrade und aus anderen Nachbarstädten haben die Dahler viele Besuche im Bad genossen. © Witt, Carla

Eigentlich hätten sie dieses Abschlussfrühstück im Freibad Friedrichstal gerne noch ein bisschen aufgeschoben: Die sechs Badegäste aus dem benachbarten Dahle blickten am Freitag – dem letzten Öffnungstag – schon etwas wehmütig auf die zurückliegende Saison: „Wir sind hier so nett aufgenommen worden und es ist so schön hier“, bedauerten die Freibadfans, dass jetzt die kühleren Tage bevorstehen.

Neuenrade - Auch Schwimmmeisterin Claudia Bösterling fällt der Saisonabschluss unter freiem Himmel nicht leicht. „Andererseits war es aber eine sehr anstrengende Saison. Es tut dann schon gut, wenn es etwas ruhiger wird.“ Denn von Ruhe konnte in diesem Sommer im Friedrichstal keine Rede sein. Das bestätigt auch Kämmerer Gerhard Schumacher, der sich über eine „wirklich gute Saison“ freut: 37 200 Besucher haben in diesem Jahr das Neuenrader Freibad besucht. Da diese Zahlen von Mittwoch stammen, kommen sogar noch einige dazu – unter anderem die Gruppe aus Dahle, die mitunter vier Mal wöchentlich zum Schwimmen nach Neuenrade kam.

„Allerdings kann man dieses Ergebnis nicht mit den Zahlen von 2020 oder 2021 vergleichen“, erinnert Schumacher an die Einschränkungen während der Corona-Pandemie in den vergangenen Jahren. Dagegen biete sich das Jahr 2019 für eine Gegenüberstellung an. „Zumal wir damals ähnlich gutes Wetter hatten“, weiß Schumacher. Mit 37 089 Badegästen in 2019 ist die nun vergangene Saison allerdings noch besser gelaufen. Das wirkt sich auch auf den Haushaltsansatz aus. „Wir haben mit Blick auf die Corona-Unwägbarkeiten mit 50 000 Euro vorsichtig geschätzt. Allerdings liegen die Einnahmen in Höhe von 72 250 Euro deutlich darüber.“ Im Vergleichsjahr 2019 konnten 67 870 Euro eingenommen werden.

Was die Ausgaben für das Bad angeht, sieht es beinahe nach einer Punktlandung aus. „Wir sind mit den kalkulierten Aufwendungen in Höhe von 52 800 Euro fast ausgekommen“, so Schumacher. Ein wenig werde dieser Betrag noch steigen, denn nach Saisonende müsse meist noch das eine oder andere in Ordnung gebracht werden.

Nachwirkungen der Corona-Pandemie hätten sich trotz der guten Saison im laufenden Betrieb ergeben, berichtet der Kämmerer. „Wir haben deutlich mehr Tageskarten und dafür weniger Saisonkarten verkauft.“ Der Rekordbadetag lag in diesem Jahr außerhalb der Sommerferien: Am 18. Juni, einem Samstag, tummelten sich insgesamt 1291 Badegäste in den Becken im Friedrichstal. Ähnlich gut besucht war das Bad in der letzten Ferienwoche, am Donnerstag, 4. August: 1219 Besucher wurden gezählt. Auf Platz drei liegt der 19. Juli (1190) gefolgt vom 3. August (1074).

Eine Prognose für den Sommer 2023 wagt Gerhard Schumacher jetzt noch nicht, weder mit Blick auf die Eintrittspreise noch in Bezug auf die Öffnungszeiten. „Wir müssen abwarten, was die Energiekrise noch mit sich bringt“, sagt der Kämmerer. Fest stehe, dass der Eintrittspreis in Höhe von 3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder „extrem günstig“ sei. Andererseits sei eine drastische Steigerung der Strom und Gaspreise absehbar.

Und ob es auch im kommenden Jahr wieder einen so warmen Sommer gibt, bleibt abzuwarten. Denn davon habe man in dieser Saison natürlich profitiert: „Ende Juni oder Anfang Juli konnten wir die Beckenerwärmung abschalten und die Wassertemperatur von 24 Grad nur über die Absorberanlage aufrecht erhalten.“ Allerdings: Der größte Batzen der Kosten entfalle ohnehin auf den Strom sagt Schumacher und verweist auf die aufwendige Schwimmbadtechnik, die betrieben werden müsse.

Die Öffnung des Hallenbades auf der Niederheide – der erste Badetag für die Öffentlichkeit ist am kommenden Dienstag, 13. September – sieht der Kämmerer nicht gefährdet. „Es ist in erster Linie ein Lehrschwimmbecken und wir müssen unserem Auftrag nachkommen, dieses für Schulen vorzuhalten, damit Kinder das Schwimmen lernen können“, unterstreicht er. Wenn das Wasser im Becken dann ohnehin erwärmt werden müsse, sei es aus seiner Sicht auch kein Problem, den öffentlichen Badebetrieb aufrecht zu erhalten.

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