Neuenrader formieren sich gegen drohende Schließung

NEUENRADE ▪ In Neuenrade und den Ortsteilen formiert sich erheblicher Protest gegen die mögliche Schließung des Balver Krankenhauses. Die Neuenrader Schützen und wohl auch die Bruderschaften solidarisieren sich, die Feuerwehr Küntrop beteiligt sich an Protestaktionen.

Und der Marketingverein Neuenrade wird aktiv: „Nicht nur die Balver müssen Einigkeit demonstrieren, wenn es um die Rettung des Krankenhauses geht. Auch die Neuenrader Bevölkerung ist erheblich auf die ärztliche Versorgung in der Nachbarstadt angewiesen. Unverzichtbar ist das Hospital“. Die Verantwortlichen des Vereins rufen die Bevölkerung dazu auf, am Sonntag, 11. Dezember, an der Demonstration für den Erhalt des St. MarienHospitals in Balve teilzunehmen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Demnach hofft Christiane Frauendorf, kommissarische Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, auf viele Mitstreiter. Denn jede weitere Stimme verleihe der Forderung, das Balver Krankenhaus zu retten, mehr Ausdruck und Kraft. Das St. Marien-Hospital sei gerade auch für die Bewohner in den Neuenrader Ortsteilen Küntrop, Affeln, Altenaffeln und Blintrop unter Umständen im wahrsten Sinne „überlebenswichtig“, heißt es in der Mitteilung. Denn Jeder könne schnell in die Situation geraten, das Krankenhaus zu benötigen. Die ortsnahe notärztliche Versorgung sei zudem auch unter Gesichtspunkten des Stadtmarketing nicht zu verachten, gehe es doch um die bestmögliche Positionierung der Stadt im Wettbewerb der Kommunen und Regionen. Ein schnell zu erreichendes Krankenhaus dürfe da nicht fehlen. Aus diesem Grund, sei auch dem Stadtmarketing daran gelegen, das St. Marien-Hospital zu erhalten. Christiane Frauendorf, Ruth Echterhage und weitere Vorstandsmitglieder des Neuenrader Stadtmarketing werden natürlich am Sonntag beim Protestzug dabei sein.

Organisiert wird die Demonstration von der St. Sebastian Schützenbruderschaft Balve. Vorraussichtlich um 15 Uhr treffen sich die Teilnehmer am Parkplatz von Team Portal an der Garbecker Straße (ehemals Lidl). Von dort aus marschieren die Demonstranten zum Krankenhaus. Dort soll der Vorsitzende des Fördervereins St. Marien Hospital Balve, Hubertus Mühling, sprechen. Anschließend bewegt sich der Zug zum katholischen Pfarrheim. Dort findet eine öffentliche Podiumsdiskussion unter der Leitung von Ehrenbürger Dieter Graf von Landsberg-Velen statt.

Die Balver Schützen freuen sich nicht nur auf Unterstützung, sie setzen geradezu darauf. „Es geht nicht um ein reines Interesse der Schützenbruderschaft Balve. Der Einzugsbereich des Krankenhaus erstreckt sich auch über Neuenrade und Sundern. Jeder Bürger ist gefragt“, sagt der Vorsitzende Engelbert Prinz von Croy. Als Initiator freut sich die Balver Bruderschaft über das Engagement des Stadtmarketingvereins.

Unterstützung und Solidarität erfahren die Schützen inzwischen auch von den Neuenrader Kollegen. Oberst Klemens Brockhagen sagte gestern auf Nachfrage: „Wir erklären uns solidarisch und werden sie unterstützen bei ihrem Kampf um den Erhalt des Balver Krankenhauses“. Brockhagen hat für Sonntag schon einen Bus organisiert. Der fährt an dem Sonntag, um 14.30 Uhr, ab Haltestelle Ihr Platz in Neuenrade, zur Demo nach Balve. Und bringt die Demonstranten auch wieder zurück. Auch die Feuerwehr Küntrop solidarisiert sich: Bei der traditionellen Adventsfensterfeier am Sonntag, 17 Uhr, sammeln die Blauröcke Unterschriften für den Erhalt des Balver Krankenhauses. ▪ Peter von der Beck

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