Trotz Coronavirus

MN Fitnesslounge expandiert: In dieser Stadt im MK entsteht zweites Studio

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Neuenrade/Menden – Die MN-Fitnesslounge in Neuenrade will expandieren. Inhaber Marcel Niehues (31) bereitet die Öffnung eines zweiten Standorts.

Neuenrade – Die MN-Fitnesslounge in Neuenrade will expandieren. Inhaber Marcel Niehues (31) bereitet die Öffnung eines zweiten Standorts vor. 

Dieser soll in Menden im Ortsteil Lendringsen entstehen. Dort soll eine Eins-zu-Eins-Kopie des Studios an der Ersten Straße entstehen. „Wir wollen eine wertvolle Marke aufbauen“, sagt der Jungunternehmer. 

Das Konzept, das Niehues in seiner Fitnesslounge in der Hönnestadt fährt, soll auch in Menden umgesetzt werden. Es scheint sich bewährt zu haben: Erst im März 2019 öffnete nämlich die Lounge in Neuenrade, im September seien die Mitgliedsplätze bereits ausgebucht gewesen. Warum das so ist? „Je spitzer man in einen Markt hineingeht, desto stärker ist das Statement“, sagt Niehues und vermutet, dass die Spezialisierung auf den Gesundheitssport und die Schmerztherapie sein Triumph ist. Denn bevor die MN Fitnesslounge in Neuenrade öffnete, habe es ein solches Konzept dort nicht gegeben. 

Niehues investiert große Summe

Seine Visionen lässt sich der Jungunternehmer einiges Geld kosten: Für die Fitnesslounge wurden Geräte angeschafft, die „gut und gerne den Wert eines Einfamilienhauses haben“. Mindestens noch einmal so viel investiert er nun trotz Corona in Menden, wo der Standort zunächst renoviert werden muss. Dass die Wirtschaftslage gerade eher unsicher ist, stört Niehues nicht: „Gesundheit ist immer wichtig. Und wir sind jetzt durch Corona in einer Phase, in der wir noch verstärkter in die Gesundheit investieren sollten. Egal ob Zeit oder Geld – und egal ob im Fitnessstudio oder zu Hause.“ 

Die Sportgeräte von Niehues funktionieren „smart“. Das macht sie aus. Jedes Studio-Mitglied bekommt ein Armband. Mit dem melden sich die Studiobesucher an den Geräten an. Und diese stellen sich dann automatisch individuell auf die Person ein. „Dadurch können wir wertvolle Zeit sparen und uns voll darauf konzentrieren, eine persönliche Bindung zu den Kunden aufzubauen.“ 

Training: 56 Minuten pro Woche reichen

Auch für die Kunden sei es natürlich ein Zeitsparfaktor. Zwei 40-minütige Trainings in zehn Tagen, im rechnerischen Durchschnitt also 56 Minuten pro Woche, reichten aus, um Fitness zu erhalten und Kraft aufzubauen. Ein weiterer Erfolgsbaustein ist für Niehues auch das Lounge-Konzept: „Wir wollen für den Kunden einen wesentlichen Faktor zwischen Arbeit und zu Hause darstellen, ihm gewissermaßen ein Heimatgefühl vermitteln. Daher gibt es Kaffee und Getränke zum Beispiel kostenlos“, sagt Niehues. 

Nach dem Umbau dieses Geschäftslokals am Bieberberg in Lendringsen soll auch dort im Herbst eine Fitnesslounge eröffnen.

Auf die Idee, ein Studio zu eröffnen, ist der Jungunternehmer während seines Studiums an der Sporthochschule in Köln gekommen. Dort leitete er nebenbei ein Fitnessstudio mit 1000 Quadratmetern Fläche. Für die klassischen „Pumper“, die nur für den Muskelaufbau trainieren, habe er schon damals nicht viel übrig gehabt, wie Niehues selbst sagt: „Deshalb habe ich mir die Kunden herausgepickt, die gesundheitsorientiert Übungen machten und habe mit ihnen gezielt trainiert.“ Für Schmerztherapie habe er sich damals schon sehr interessiert. Und so erwuchs 2019 die MN Fitnesslounge. 

Eröffnung für Herbst geplant

Die Eröffnung des neuen Studios in Menden erwartet Niehues frühestens im Oktober. „Ich habe mich in der näheren Umgebung umgesehen und nach einer Stadt gesucht, die in Struktur und Kaufkraft Neuenrade ähnelt“, erklärt Niehues. Menden-Lendringsen habe ihm zugesagt, weil es dort bislang kein Fitnessstudio dieser Art gebe. „Ich bin mit meiner Freundin durch Menden gefahren – man muss die Stadt ja auch fühlen und sehen, wie viele Menschen da herumlaufen – und sie hat mir direkt zugesagt“, erklärt Niehues. 

Durch Zufall („Auch wenn ich eigentlich nicht an Zufälle glaube“) war in unmittelbarer Straßennähe am Bieberberg zudem ein geeignetes Ladenlokal frei. Das sei es schließlich nach einigen Verhandlungen auch geworden. Und es gebe sogar schon potenzielle Kunden: Arbeitskollegen aus früheren Zeiten, als Niehues parallel zur Schule noch im Mendener Rewe-Markt sein Taschengeld aufbesserte. Auch Verwandte der Neuenrader Kunden wollten sich anmelden, sobald die neue Lounge geöffnet hat.

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