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Firma Julius Klinke: Besonderer Start in ein besonderes Jahr

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Von: Carla Witt

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Mitten in der Fabrikhalle, wo Klavierbestandteile hergestellt werden, interpretierte Pianistin Sigrid Althoff unter anderem Beethovens bekanntes Stück „Für Elise“.
Mitten in der Fabrikhalle, wo Klavierbestandteile hergestellt werden, interpretierte Pianistin Sigrid Althoff unter anderem Beethovens bekanntes Stück „Für Elise“. © Witt, Carla

Gespannte Stille herrschte am Dienstagmorgen in der Fertigungshalle der Firma Julius Klinke. Die Maschinen standen still, als sich Firmenchef Alexander Klinke Punkt 11 Uhr an die Belegschaft des Unternehmens wandte.

Er hatte seinen Platz vor dem eindrucksvollen Steinway-Flügel gewählt, um die 200 Mitarbeiter auf ein besonderes Jahr und ein besonderes Ereignis aufmerksam zu machen: „Es ist ein ungewöhnlicher Anlass, ein ungewöhnlicher Ort und ein ungewöhnlicher Zeitpunkt, zu dem ich sie hier begrüße. Unser Unternehmen feiert in diesem Jahr das 175-jährige Jubiläum, darauf möchten wir sie alle mit diesem Klavierkonzert einstimmen.“

„Das hat es noch nicht gegeben, dass wir während der Arbeitszeit hier zusammenstehen und Musik hören. Aber wir möchten heute einen ersten Höhepunkt für die Belegschaft setzen“, erklärte Klinke. Es gehe darum, die Mitarbeiter mitzunehmen und sie für dieses besondere Jahr zu begeistern. Dort, wo auch heute noch mit Sorgfalt tausende von Klavierbestandteilen produziert würden, sei der passende Ort für das Vorspiel der bekannten Pianistin Sigrid Althoff.

Firma 1847 gegründet

Der Unternehmer erinnerte an die Gründung der Firma im Jahr 1847: „Angefangen hat alles mit der Produktion von Klavierbestandteilen. Bis zum 1. Weltkrieg ist hier nichts anderes gefertigt worden.“ Und auch jetzt hätten noch sehr viele Mitarbeiter direkt oder indirekt mit der Fertigung dieser Instrumententeile zu tun.

Unternehmer Alexander Klinke stimmte seine Belegschaft auf das Jubiläumsjahr ein.
Unternehmer Alexander Klinke stimmte seine Belegschaft auf das Jubiläumsjahr ein. © Witt, Carla

Bevor Sigrid Althoff das erste Stück, Beethovens bekannte Melodie „Für Elise“ anstimmte, hatte Klinke noch ein weiteres Anliegen. Er bedankte sich bei seinem Team für die geleistete Arbeit in dem zurückliegenden „besonders anstrengenden und ungewöhnlichen Jahr voller Herausforderungen“. Ohne die vielen zusätzlich geleisteten Stunden und die Mehrarbeit wäre es wohl nicht möglich gewesen, die Aufträge zu bewältigen, lobte der Unternehmer seine Belegschaft.

Im Mai soll groß gefeiert werden

Dann lenkte er den Blick auf die kommenden Monate. Er hoffe, dass die Corona-Pandemie die Pläne nicht zunichtemache: Das Jubiläum soll im Mai gefeiert werden. An einem Tag mit den Kunden und Lieferanten des Weltmarktführers, an einem anderen Tag solle es eine Feier für die Mitarbeiter geben. „Nichts Steifes, sondern ein richtig fröhliches Fest“, unterstrich Alexander Klinke.

Dann erlebten die Zuhörer in der Maschinenhalle 20 unvergessliche Minuten mit der Pianistin, die am Steinway-Flügel mit geschlossenen Augen voller Hingabe nicht nur klassische Stücke, sondern auch Songs von ABBA und Stücke von Andrew Lloyd Webber interpretierte.

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