Neuenrader feiern ausgelassen ihr Gertrüdchen - Pferdemarkt lockt vor allem Kinder

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Die Kirmes bot in diesem Jahr Fahrgeschäfte für jeden Geschmack. Unter dem Nachhimmel leuchten hier der Power Dancer, der Kettenflug und die neue Attraktion, der X-Factor. Bis in die Abendstunden vergnügten sich dort Neuenrader und Gäste.

NEUENRADE - Bereits der Auftaktabend vom Gertrüdchen hatte es in diesem Jahr ordentlich in sich. Der Buba-Bitter ging wieder in rauhen Mengen über die Tresen und damit auch für alle drei Tage genug von dem Kräuterlikör vorhanden war, hatten die Mitarbeiter der Gertruden-Apotheke gleich mehrere hundert Flaschen davon gebraut.

Das Traditionsgetränk wurde wie immer nur in der Gertrudengasse ausgeschenkt, in der sich auch am Freitagabend die partywütigen Neuenrader und ihre Gäste zum gemeinsamen Feiern zahlreich tummelten.

Doch auch im Pfadfinderzelt wurde wieder ordentlich gefeiert. Zum Auftakt hatten die Pfadfinder gleich zwei Bands mitgebracht. Als erstes spielten „The Jack Pints“, welche allerdings mit der Technik zu kämpfen hatten. Gleich zwei Mal fiel der Strom aus, doch bekanntlich liegt ja die Kraft in der Ruhe und so spielte einfach der Schlagzeuger ein Solo.

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Impressionen vom Neuenrader Gertrüdchen 2012

Danach fegten die Musiker von „The Majors“ über die Bühne. Für diese war es der erste Auftritt vor Publikum, wie die stolze Großmutter, Magdalene Schulte, von den beiden Gitarristenbrüdern Nils und Lennart Schulte, erzählte. Doch auch dieser wurde mit Bravour gemeistert.

Nach dem lauten „Gertrüdchen-Heiligabend“ wurde es am Samstagvormittag etwas ruhiger auf der Partymeile am Wall. Nach der offiziellen Eröffnung begann das bunte Markttreiben. Tausende Besucher flanierten durch die engen Budengassen, hielten hier und da für eine warme Mahlzeit oder bestaunten die schönen Rösser im Garten der Villa am Wall.

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Impressionen vom Neuenrader Getrüdchen 2012 - Teil 2

Quarter Horses, Haflinger oder Shetland Ponys waren die Lieblinge der Kinder. Die Pferde von Josef Figge aus Olpe bekamen ein ums andere Mal eine Hand voll Stroh. Susanna und Daniele Di Rienzo kümmerten sich um die Tiere, die natürlich auch zu verkaufen waren. „Ab und zu fragen schonmal Interessierte nach unserer Telefonnummer“, erklärte Daniele Di Rienzo. So werde ein Handel meist erst nach dem Gertrüdchen abgeschlossen.

Am Samstagabend ging es dann mit rockigen Tönen im Zelt der Neuenrader Pfadfinder weiter: Seit nunmehr elf Jahren befindet sich ihr Lager auf dem Parkplatz der Volksbank, neben der Gertrudengasse. Während dort die Menschen ausgelassen zu Schlagermusik von DJ Chrissy tanzten und feierten, stand im „Pfadis Inn“ Livemusik auf dem Programm. Nach „Vision evidence“ spielten hier die Entspannungsminister auf: Rund eineinhalb Stunden dauerte ihr Set, das aus bekannten Rocksongs, Evergreens und passenden Charthits bestand.

Ob Gasse oder „Pfadis Inn“: Die Stimmung war ausgelassen. Bis in die frühen Morgenstunden machten die Feierlustigen Neuenrade zur Partyhochburg. In der Passage sorgte der Gertrudenschnaps Buba-Bitter für Vergnügen, der dort traditionell an Gertrüdchen ausgeschenkt wird. „Lecker“, prostet eine Gruppe sich zu. Leider sei ja Samstag schon der zweite Gertrudenabend gewesen – aufs Feiern mit Freunden, Nachbarn und neuen Bekannten müsse man deswegen nun wieder ein Jahr warten.

Die tanzende Menge im Pfadfinderzelt zeigte: Auch im 657. Jahr war die Kirmes am Wall wieder ein voller Erfolg.

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