Maschine für große Bauteile angeschafft

Firma Schniewindt kauft 250.000- Euro-Koloss

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Das neue Bearbeitungszentrum der Firma Schniewindt, eine Investition von rund 250 000 Euro, wird hier wie ein großes Geschenk ausgepackt.

Neuenrade – Bei Schniewindt wird investiert – und zwar kräftig. Am Freitag wurde eine gewaltige Maschine mit Hilfe eines Lüdenscheider Spezialtransportunternehmens angeliefert.

13,5 Tonnen wiegt und gut 250 000 Euro kostet dieses Bearbeitungszentrum, mit dem bei Schniewindt noch größere Bauteile produziert werden können. Das Familienunternehmen stärkt damit den Standort und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter. 

Wie Mathias Hanbücken, Industriemeister Metalltechnik und verantwortlich für die neue Maschine, berichtete, „ersetzt die Investition eine 20 Jahre alte Maschine“. Der „Verfahrweg“ (Bearbeitungsbereich) sei eben sehr groß. 

„Ein Highlight der Maschine ist die vierte Achse, wodurch nun auch sehr komplizierte Bauteile effizient gefertigt werden können,“ sagte Hanbücken. Hersteller der Maschine ist das südkoreanische Unternehmen Doosan. 

Die Südkoreaner haben den Ruf, sehr stabile und massive Maschinen bauen zu können. „Das ist eine schöne Maschine. Durch das hohe Gewicht ist sie sehr präzise in der Bearbeitung,“ sagte Hanbücken zu den Vorteilen. So etwas sei bei deutschen Maschinenbauern nicht mehr unbedingt zu finden. 

Industriemeister Mathias Hanbücken, Geschäftsführerin Dr. Sarah Schniewindt und weitere Mitarbeiter schauen sich die Anlieferung der 13,5 Tonnen schweren Maschine an.

Da gebe es zuweilen Low-Budget-Mentalität, was zu Lasten der Stabilität gehe. Gleichwohl wurde die südkoreanische Maschine von der Deutschen Firma GLM den schniewindtschen Wünschen entsprechend angepasst. 

Wie GLM-Mitarbeiter Philipp Köster erläuterte, habe GLM auch die vierte Achse eingebaut. GLM wird sich auch um den Service für die Maschine kümmern. Die neue Maschine machte wegen ihres Gewichtes und des daraus resultierenden Standortes innerbetriebliche Umstrukturierungen erforderlich. 

„Dabei tauschten Montage und die mechanische Bearbeitung ihre Fertigungshallen“, so Hanbücken. Es gab Umbaumaßnahmen, außerdem wurden die beiden Abteilungen renoviert und erhielten neue Bodenbeläge. 

Sobald die Maschine an Ort und Stelle ist, geht es um die Einrichtung des neuen Bearbeitungszentrums. Geplant ist es, die Maschine in einer guten Woche in Betrieb zu nehmen. 

Bereits vor einem Jahr hatten Hanbücken und Co. mit den Planungen begonnen, die Lieferzeit der Maschine betrug sechs Monate. 

Auch Dr. Sarah Schniewindt, Geschäftsführerin des Traditionsunternehmens, schaute sich die Anlieferung des Bearbeitungszentrums an und sagte auf Nachfrage, dass weitere Investitionen für den Sommer geplant seien.

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