Projekt an der Werdohler Straße

Eiskeller bleibt für Besucher geschlossen: Das sind die Gründe

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Der Eiskeller bleibt für Besucher geschlossen.

Neuenrade – Nichts wird es vorerst mit einem Besuch im Eiskeller: Der bleibt weiter für die Öffentlichkeit geschlossen. Aus zwei Gründen.

Die Türen des Eiskellers an der Werdohler Straße in Neuenrade bleiben geschlossen. Vorerst wird nichts aus den Plänen, den Keller Besuchern zugänglich zu machen. 

Die Idee sei zwar noch nicht verworfen, sagt Marcus Henninger, Leiter des Bauamtes, auf Anfrage, aber es habe sich bislang niemand gefunden, der Konzept und Kosten für dieses Projekt übernehmen will. Bereits im Sommer 2015 hatten sich Vertreter von Bauhof und Bürgerstiftung den Keller angesehen und Überlegungen angestoßen, die alten Mauern für Besucher zugänglich zu machen.

Interessante Entdeckungen

Das Interesse an dem Eiskeller war groß, als Dr. Rolf Dieter Kohl, ehrenamtlicher Stadtarchivar und Chef der Bürgerstiftung, den Keller damals besuchte. „Wir hatten bei dem Termin viele Zuschauer, die Auskünfte eingeholt haben“, erinnert sich Kohl. „Wir sind mindestens drei, vier Mal vor Ort gewesen und haben den Eiskeller inspiziert. Man musste sich abseilen und konnte eine ganze Reihe von Schritten unter dem Fels gehen. Das war ganz interessant.“ 

Dann geriet das Projekt jedoch ein wenig in Vergessenheit. Und schließlich hieß es, der Eiskeller könne Besuchern nicht zugänglich gemacht werden, weil er sich, ebenso wie die Wiese über dem Keller, in Privatbesitz befinde. Der Eigentümer, der nicht in Neuenrade lebt, zeigte sich jedoch für ein solches Projekt offen. Nur Geld will er nicht in die Hand nehmen, um seine Anlage für Besucher zu öffnen. 

Stadt investiert nicht

Erst eine Recherche des Süderländer Volksfreunds im Januar dieses Jahres brachte wieder Bewegung in das Projekt. Man wolle wieder Gespräche führen und habe die Arbeiten in dem Eiskeller seitens des Bauamtes keinesfalls ad acta gelegt, sagte Henninger damals. Nur finanzieren wird die Stadt das Vorhaben nicht, „denn die Stadt investiert nicht in private Liegenschaften“, betont der Bauamtsleiter. 

Wenig Hoffnung

Daher hält er die Chancen derzeit für sehr gering, dass der Eiskeller wirklich wieder geöffnet wird. Denn die Anlage müsste saniert, ein Zugang geschaffen und Beleuchtung installiert werden. Eine teure Angelegenheit. „Und damit wäre es auch nicht getan. Es fehlt ein grundlegendes Konzept“, sagt Henninger. Vom Umbau in einen besucherfreundlichen Keller bis hin zum Personal, das ihn morgens auf- und abends wieder abschließen.

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