Kohlberg: Sperrung ab Juni bis Ende August

Ein Schlagloch nach dem anderen ziert die L698.

NEUENRADE - Die wichtige Verbindungsstraße zwischen Neuenrade und Altena wird schick hergerichtet: Die seitlichen Bordsteinanlagen werden neu gemacht und die Straße bekommt eine neue, besonders starke Asphaltdecke. Statt des alten, zwölf Zentimeter dicken Belags wird demnächst eine 22 Zentimeter dicke Decke aufgetragen.

Von Peter von der Beck

Bevor die Autofahrer dann mit ihren Autos ohne das übliche Gerumpel über glatten Flüsterasphalt huschen werden, wird allen, die diese Strecke nutzen viel Geduld abverlangt: Eine monatelange Vollsperrung ist dafür nötig und ansonsten wird der Verkehr bis zur Fertigstellung per Ampel geregelt. Ist dann – voraussichtlich Ende August – alles ordentlich hergerichtet, hat StraßenNRW dafür 2,2 Millionen Euro ausgegeben.

Jüngst war eine Sitzung, jetzt stehen die Termine zumindest planerisch fest. Demnach startet das bauausführende Unternehmen Hilgenroth am 1. April. Los geht es dabei mit den Vorarbeiten. Dabei geht es um die Erneuerung der Bordsteinanlagen. Das dauert, da die Bordsteine („4000 Stück“) einzeln und händisch verbaut werden müssen. Die Fahrbahnerneuerung zwischen den beiden Orten erfolgt in drei Abschnitten. Eine Erneuerung unter fließendem Verkehr sei dabei nicht möglich, hieß es von Straßen NRW. Projektplaner Olaf Bühren, sagte, dass das aufgrund der Straßenbreite nicht möglich sei. Zu gefährlich wäre das für Bauarbeiter, aber auch für die Autofahrer. Die Landstraße ist nun ab 1. Juni bis voraussichtlich bis Ende August gesperrt. Die neue Decke kommt in drei Teilabschnitten, um sowohl einen Zugang zum Kohlberghaus und zum Restaurant Belvedere kontinuierlich für Kundschaft, Lieferanten und Gäste zu gewährleisten. Die Anlieger können dann zumindest von einer Seite zu Restaurant oder Kohlberghaus gelangen.

Die erste Sperrung erfolgt am 1. Juni auf der Altenaer Seite. Dann bekommt der Abschnitt zwischen Dahle und Zufahrt Kohlberghaus eine neue Fahrbahndecke, gefolgt vom nächste Abschnitt bis zum Belvedere. Der letzte Abschnitt – bis zum Ortsschild Neuenrade erfolgt dann im August. Veranschlagt sind für jeden Abschnitt 28 Tage, einige Restarbeiten gibt es dann noch im Anschluss an die Fahrbahnerneuerung. Während der Sperrung wird großräumig umgeleitet. Offiziell erreicht man Neuenrade dann über Lennetal und Höllmecke. Für Eingeweihte gibt es dann noch die bekannten Schleichwege. Die wollen auch die vielen Kunden des Neuenrader Einzelhandels nutzen, die gerne mal eben über dem Berg fahren, um bei DM, Lidl und den umliegenden Geschäften einzukaufen oder den einen oder anderen Dienstleister zu nutzen. Ob Dahle oder Evingsen – ein guter Teil des Neuenrader Einzelhandel-Umsatzes wird eben mit Altenaern gemacht. Beim Neuenrader Stadtmarketingverein ist man sich der Problematik bewusst. Wie Christiane Frauendorf aus der Geschäftsführung des Vereins berichtete, habe man mit StraßenNRW versucht, wegen einer einseitigen Sperrung zu verhandeln aber habe schließlich „zähneknirschend“ die Position des Landesbetriebes akzeptieren müssen. Dort habe man wohl nicht nur auf die Sicherheit sondern auch auf die Kosten verwiesen. Denn eine relativ kurze Vollsperrung sei günstiger als eine längere halbseitige Verkehrsführung, wusste Frauendorf zu berichten. Nun hoffen die Neuenrader auf ihre Kunden. Auf dass die trotz der Sperrung in Neuenrade einkaufen. „Die wollen alle über den Nettenscheid fahren“, wusste Frauendorf zu berichten.

Bleibt der Hinweis, dass der Ortseingang Neuenrades zwischen Ortsschild und Erster Straße/Werdohler Straße keine neue Decke bekommt – das werde wohl später gemacht, sagte Projektplaner Bühren.

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