Gertrüdchen: Zufriedene Einzelhändler

Für das Gertrüdchen machen die Neuenrader ganz spezielle Werbung – das ist sicher auch im Sinne des Neuenrader Éinzelhandels. - Foto: Archiv/Koll

Neuenrade -  Das Gertrüdchen ist nicht nur für die Vereine eine willkommene Gelegenheit sich zu präsentieren und ein wenig Geld in die Vereinskasse zu bekommen. Auch für die Einzelhändler ist das Gertrüdchen-Wochenende wichtig. Unter dem Strich war man von dem Samstag und dem verkaufsoffenen Sonntag ganz angetan, war aus Einzelhändlerkreisen zu hören.

Die kommen alle vier Wochen zu einer Sitzung zusammen und just nach dem Gertrüdchen war auch eine Zusammenkunft der entsprechenden Projektgruppe des Stadtmarketingvereins. Klaus Filter ist natürlich dabei und konnte daher berichten, dass die Einzelhändler im großen und ganzen zufrieden gewesen seien. Viele Leute hätten das Gertrüdchen besucht. Davon hätten vor allem jene profitiert, welche in der Nähe des Festplatzes ihr Geschäft hätten. „Da war etwas los“. sagte Filter. Für die Einzelhändler, die an der Peripherie ihr Geschäft hätten, sehe das anders aus. Dort würden Kunden dann eben nur vereinzelt vorbeischauen. Am Konzept des Gertrüdchens wolle auch niemand etwas ändern, das habe sich doch bewährt. Angenehm beim Gertrüdchen sei, dass Auswärtige den Weg in die Geschäfte finden würden, die sonst nicht in die Hönnestadt kämen. Da würde doch das eine oder andere Stück mehr verkauft. Das sei natürlich schön.

Zufrieden zeigten sich Christiane Frauendorf, Inhaberin von „zu hause wohnen“. „Es war gut, genauso wie im vergangenen Jahr“. Sie habe ihre Beobachtungen gemacht. Die Besucherströme seien meist sofort in Richtung Festplatz marschiert. Und wer von daher sein Geschäft in der Nähe habe, sei klar im Vorteil. Dass Ernsting’s family nicht mehr an der Ersten Straße sei, habe allerdings der eine oder andere sicher gespürt. Zudem seien immer viele Seh-Leute unterwegs. Das ist Einzelhändler-Jargon und bedeutet Kunden, die nur schauen, aber nicht kaufen.

Erstmals beim Gertrüdchen dabei war der Drogist dm. In der neuen Neuenrader Filiale, hatte man ein Gewinnspiel für die Kundschaft organisiert. „Die Resonanz war gut und die Kunden waren zufrieden“, sagte Filialleiterin Nadja Peters. Und auch für dm habe es sich sicher gelohnt.

Indes – für die Einzelhändler Neuenrades droht Ungemach durch die lange Sperrung der Dahler Straße (L698). „Das ist bitter“, sagte Klaus Filter. Da hätten einige Angst – da fehle sicher die Dahler Kundschaft.

- Von Peter von der Beck

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