„Ausgerechnet während der umsatzstärksten Woche“

Mitarbeiter der Firma Ossenberg werden den Parkplatz an der Einmündung Dahler Straße komplett neu pflastern. - Foto: von der Beck

Neuenrade - Seit Montag sind Mitarbeiter der Firma Ossenberg damit befasst, Teile des Altstadtpflasters zu erneuern. Deshalb ist die Einfahrt für Autos von der Dahler Straße auf die Zweite Straße derzeit nicht möglich.

Allerdings: Höchst unglücklich über den Zeitpunkt der Maßnahme an der Einmündung Dahler Straße sind angrenzende Einzelhändler. So meldeten sich Waldemar und Margot Kuschmiersz (Silberstübchen) am Dienstagnachmittag und gaben ihrer Verärgerung auch im Namen einiger anderer Einzelhändler/Dienstleister darüber zum Ausdruck, dass ausgerechnet während der umsatzstärksten Woche im gesamten Jahr der Parkplatz, auf den alle in der Nähe sitzenden Einzelhändler und Dienstleister angewiesen seien, jetzt gesperrt ist.

Nicht ohne Ironie heißt es: „Wir freuen uns deshalb riesig (....). Wir bedanken uns ganz herzlich beim Bürgermeister und beim Bauamt, dass wir auf diesen Umsatz verzichten müssen“.

 Am Rande bemerke Waldemar Kuschmierz, dass der Bürgersteig auch nach fast zweijähriger Bauzeit immer noch nicht fertig ist. „Wir stellen uns die Frage, ob die Stadt Neuenrade überhaupt noch einen funktionierenden Einzelhandel braucht. Vielleicht reicht uns aber das kostenlose W-Lan, damit wir unsere Einkäufe machen. Funktioniert dieses auch mit dem Haareschneiden?“

Auch die Stadt sei für Einzelhändler und Gewerbetreibende verantwortlich, betonte Kuschmiertz. Er fühle sich da manches Mal allein gelassen. Ein zusätzliche Beschilderung auf Ausweichparkplätze wäre zudem hilfreich gewesen – vor allem für auswärtige Kunden.

Eine Kundin habe er telefonisch Parkplatzmöglichkeiten aufzeigen müssen. Klar sei man froh darüber, dass der Parkplatz endlich gemacht werde – aber ausgerechnet jetzt.

Wie dem auch sei: Safe Secirovic, Niclas Krippendorf und Hedem Balin haben bereits das alte Pflaster aufgenommen, den alten Schotter entsorgt, neuen aufgebracht, mit der Rüttelplatte verfestigt und schließlich werden sie nun flott mit den Verlegearbeiten beginnen. Es werden natürlich Steine verlegt, die die selbe Farbe und Größe wie die ursprünglichen Pflastersteine haben. Verlegt wird per Hand. Aufwendig sind die Randbereiche, hier müssen die Steine natürlich angepasst und zugeschnitten werden.

Wie Klaus Peter Korte von der Stadt Neuenrade auf Nachfrage mitteilte, werden zunächst 120 Quadratmeter an der Einmündung zur Dahler Straße gemacht, anschließend folgen noch weitere 120 Quadratmeter in der Nähe des Spielplatzes/Aufmündung Dritte Straße.

Verlegt würden die Steine mit Abstandshaltern, erklärte Korte. Das sei Stand der Technik. Der zweite Bauabschnitt in der Nähe des Spielplatzes werde allerdings erst im kommenden Jahr, wenn es denn das Wetter zulasse, in Angriff genommen. Alles in allem lässt sich die Stadt diese beiden Pflasteraktionen rund 20 000 Euro kosten. Jahr für Jahr werden nun Teile des Altstadt-Pflasters erneuert.

Bei der Verwaltung war die Kritik am Zeitpunkt der Maßnahme denn auch wohl auf Umwegen angekommen. Seitens der Stadt hieß es von Klaus Peter Korte dazu: „Wir versuchen übermorgen fertig zu sein.“

- Von Peter von der Beck

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