Neuenrader diskutieren über Tempolimits

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Bisher gibt es nur provisorische Geschwindigkeitsbegrenzungen entlang des Höllmecker Weges. Ob diese dauerhaft werden, konnte die Bezirksregierung gestern noch nicht sagen.

NEUENRADE - Vor etwas mehr als zwei Wochen wurde der erneuerte Höllmecker Weg für den Verkehr freigegeben, Montag kam es zu einem ersten schweren Unfall. Viele Neuenrader wollen darum ein strengeres Tempolimit als 30 Stundenkilometer.

Obwohl zumindest im Bereich des Unfalls die Geschwindigkeit bereits auf 30 Stundenkilometer begrenzt ist, sprechen sich viele Neuenrader in Diskussionen für ein strengeres Tempolimit für den übrigen Höllmecker Weg aus. Wie ein solches Tempolimit entstehen könnte, erklärt Andreas Roth, Sprecher des Landesbetriebes Straßen.NRW im Gespräch mit unserer Zeitung.

Grundsätzlich dürfe man zwar auf Landstraßen 100 Stundenkilometern fahren, das sei aber keine Richtgeschwindigkeit, wie Roth betont, sondern ein absolutes Tempolimit. Alle Fahrer hätten nach Straßenverkehrsordnung die Pflicht, ihre Geschwindigkeit an die Verkehrs- und Straßenverhältnisse anzupassen.

„Gibt es auf einer Strecke aber Unfallschwerpunkte, ist das ein Indiz, dass offensichtlich vor Ort etwas existiert, das Autofahrer dazubringt die Situation falsch einzuschätzen“, sagt Andreas Roth. Dann könnte die für die Geschwindigkeitsbegrenzungen zuständige Behörde, im Falle Neuenrades, die Bezirksregierung Arnsberg, tätig werden. Diese berufe dann in der Regel eine Kommission ein, erklärt Roth, die aus Vertretern der Bezirksregierung, der Polizei und Baufachpersonen, zum Beispiel die der Straßen.NRW besteht. Gemeinsam werde dann nach geeigneten Möglichkeiten gesucht, die Gefahrenstelle oder Gefahrenstrecke zu entschärfen. Lösungen könnten etwa Warnschilder oder auch Tempolimits sein. „Manchmal reicht es auch schon mit den Landwirten zu sprechen, dass sie etwa ihre Maisfelder nur so bepflanzen, dass in Kurven und an Kreuzungen den Autofahrern eine bessere Sicht geboten wird“, erklärt Roth die Abläufe.

Tempolimits sind außerdem bei bestimmten baulichen Besonderheiten vorgegeben, zum Beispiel, wenn etwa Kurven einen gewissen Radius unterschreiten. Dann würden Straßenschilder mit den entsprechenden Geschwindigkeitsangaben im direkten Anschluss an die Bauphase aufgestellt.

Aktuell ist der Höllmecker Weg mit temporären Schildern zur Warnung vor Rollsplit und zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 und stellenweise auf 30 Stundenkilometer ausgestattet. Die Anfrage unserer Zeitung, ob es eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung geben wird, und wenn ja, wie hoch diese sein wird, konnte ein Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg gestern noch nicht beantworten. - Von Sebastian Berndt

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