„Tretminenfeld ist eine ziemlich große Sauerei“

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Anwohner der Südstraße wie Gabriele Neubert-Köhler, selbst Hundebesitzerin, ärgern sich über die „Tretminen“ und rücksichtslos in der Natur entsorgte Plastiktüten mit Hundekot.

Neuenrade - 751 Hunde sind zurzeit in Neuenrade angemeldet. Diese verrichten täglich ihr Geschäft. Über Besitzer, die den Dreck ihrer Tiere liegen lassen, ärgern sich die Neuenrader Bürger.

Von Benny Finger

In der Facebookgruppe „I love Neuenrade“ beschwerte sich am Montag ein Bürger, dass er auf der Südstraße mehr als einem halben Dutzend Hundekothaufen hätte ausweichen müssen.

Mehr als 50 „gefällt mir“-Klicks - als Zustimmung - hatte der Beschwerde-Beitrag gegen die Verunreinigungen durch Hunde innerhalb weniger Stunden erhalten. Neben der Südstraße wurde von den Mitgliedern zudem Stadt-Bereiche wie die Carl-Diem-Straße als regelrechtes „Tretminenfeld“ bezeichnet.

„Das ist eine ziemlich große Sauerei. Fast täglich liegen hier neue Haufen. Man muss echt aufpassen, dass man nicht ständig in einen Haufen rein tritt“, sagt Gabriele Neubert-Köhler, die an der Südstraße wohnt. Sie selbst geht täglich die Runde und hat für die Notdurft ihres Hundes immer die grau-schwarzen Beutel dabei, die jedoch auch reihenweise am Wegrand als „wilder Müll“ entsorgt wurden. „Die verrotten ja auch nicht“, sagt Neubert-Köhler und hat Verständnis für den Unmut einiger Neuenrader.

Offizielle Beschwerden beim Ordnungsamt der Stadt Neuenrade habe es allerdings schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr gegeben. „Wenn wir über solche Missstände auf den öffentlichen Straßen informiert werden, gehen wir der Sache natürlich auch nach“, sagte Sabine Rogoli vom Ordnungsamt Neuenrade auf Anfrage des SV. Allerdings habe es schon längere Zeit keine Beschwerden mehr gegeben. „Die Bürger beschweren sich auch oft, ohne mit entsprechenden Namen herauszurücken. Da sind uns dann die Hände gebunden. Sonst würden wir die Hundebesitzer natürlich direkt kontaktieren“, so Rogoli.

Allerdings sei die Stadt sowieso nur für öffentliche Straßen zuständig. So sei der Stadtpark bekannt als Ort, an dem sich viele Tierbesitzer nicht um die Hinterlassenschaften der Hunde kümmern und diese liegen lassen. „Wir haben zu wenig Personal, um jemanden dauerhaft abstellen zu können, der sich um das Problem kümmert.“

Auf privaten Wegen gilt es für die Bürger, das selbst zu regeln. „Am besten ist noch der direkte Weg. Beobachtet man so ein Fehlverhalten, dass ein Hundebesitzer den Kot des Hundes nicht entfernt, sollte dieser am Besten direkt angesprochen werden“, empfiehlt Rogoli. „Sei kein Schwein, pack Häufchen ein“, schrieb auch der Facebook-User „Mel Matz“ im Zuge der Diskussion über die tierischen Hinterlassenschaften als Empfehlung an die Tierbesitzer.

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