Neuenrader Baulücken bieten reichlich Potenzial

Symbolbild.

Neuenrade - Das „Baugebiet Im Alten Dorf“ hat gerade erst alle Gremien passiert, doch von den sechs geplanten Objekten sind nur noch zwei zu haben. Kleine Bungalows auf pflegeleichten Grundstücken sind derzeit begehrt. Die Neuenrader Kernstadt bietet da manche Option.

 Es ist ein Projekt, das im Zuge der Innenstadtentwicklung eine Rolle spielt. Jetzt hat das „Baugebiet Im Alten Dorf“ alle nötigen Gremien passiert. Der Rat segnete es jüngst ab. So werden dort sechs Häuschen auf Grundstücken mit eine Größenordnung von rund 500 Quadratmetern entstehen. Das Minibaugebiet liegt an der Ecke Altenaer Straße/Heerweg.

Dietmar Brinkmann, örtlicher Bauunternehmer, übernimmt die Bebauung dort, hat mit der Stadt einen Erschließungsvertrag geschlossen und kümmert sich auch um die Vermarktung, die Sparkasse sei dann bei der Finanzierung mit im Boot. Ähnlich laufe es auch bei anderen Grundstücken.

Wie dem auch sei: Er hat auch schon vier der sechs Objekte verkauft. Zwei sind also noch zu haben. Die Häuser, es handelt sich um Bungalows in der Größenordnung von 90 bis 135 Quadratmeter, kosten laut Brinckmann zwischen 160 000 und 180 000 Euro, es handelt sich um Erbpacht-Grundstücke. „Es geht aber auch kaufen“ sagte Brinkmann.

Bei den Bungalows, die Brinckmann verkauft, handelt es sich offenbar um eine Marktlücke. So hat er nicht nur im Bereich Rüterbruch/Am Glocken etliche Bungalows verkauft und gebaut, auch andere große Baulücken im Innenstadtbereich nutzt Brinckmann. Der Bauunternehmer Brinckmann freut sich jedenfalls aktuell über viel Interesse an seinen Objekten. Inzwischen sitze er gar „sonntags beim Notar“.

Eine Ursache für das gesteigerte Interesse gerade auch zum Ende des Jahres führt er auch auf den Anstieg der Grunderwerbssteuer von fünf auf 6,5 Prozent ab Januar zurück. Gelassen bleibt da der Balver Notar Watermann. Es habe wegen der Steuererhöhung „vorgezogene Verträge“ gegeben, die ursprünglich für Januar geplant waren. Von einem Boom wolle er nicht sprechen.

Neuenrades Bauamtsleiter Marcus Henninger erklärte, dass es in der Kern-Stadt Neuenrade noch manche Baulücke und so manches Areal auf rechtskräftig erschlossenem Bauland gebe.

 Beim Bauamt werde ein Baulücken-Kataster geführt, sodass man dort durchaus einen Überblick über die Möglichkeiten hat. Henninger sagte zudem, dass es Flächen gebe, wo man sich eine Verdichtung vorstellen könne. Er verwies auch darauf, dass die Zeit der großen Baugebiete wohl vorbei sei. Wenn er denn die Flächen insgesamt betrachte, so schätzt Henninger, dass rein vom Volumen her mehr vorhanden sei, als Bedarf bestehe.

Nicht überall werden die Flächen schnell zugebaut. An der Uhlandstraße rührt sich relativ wenig.

- Von Peter von der Beck

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