Kaum noch Platz im Baugebiet

Bauen – zumindest im Gebiet Westlich Freibad wird es schwirrig. - Foto Koark/dpa

Neuenrade -  Jetzt wird es langsam knapp mit günstigen Baugrundstücken aus städtischer Hand in Neuenrade, die bislang über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft an die Familien gebracht werden können. Die zur Verfügung stehenden Flächen „Westlich Freibad“ sind auf einen kümmerlichen Rest geschrumpft. Lediglich drei freie Grundstücke gibt es noch – der Rest ist verkauft oder reserviert.

Es hat dabei einige Zeit gedauert, bis die Flächen schließlich bis auf jene Restbestände vermarktet werden konnten. Denn vor mehr als zehn Jahren, 2002, hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Neuenrades die Flächen erworben. Andere Baugebiete sind in der Regel schneller vermarktet.

Um die Vermarktung der Grundstücke zu verbessern und wohl um auch klar zu machen, welche Zielgruppe angesprochen wird, hatten Politik und Verwaltung eine spezielle Aktion ins Leben gerufen. Vermarktet wurden die Grundstücke als „echtes Familienangebot“ mit Spezialrabatt. „Das wird mein Zuhause“ so wirbt die Stadt noch aktuell für den Grundstückskauf „im Herzen von Neuenrade, inmitten der herrlich-grünen Sauerländer Berge“. Als Neubaugebiet in zentraler und verkehrsgünstiger Wohnlage zwischen Kindergarten und Freibad wird das Gebiet beworben. Hier könnten Mädchen und Jungen unbeschwert aufwachsen“.

Die Grundstücke Westlich Freibad haben eine Größe zwischen 390 und 730 Quadratmeter, sind voll erschlossen und wurden und werden bauträgerfrei angeboten. Bei einem Quadratmeterpreis von 99 Euro berechnet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft eine einmalige Anschlussgebühr für Kanal und Wasser in Höhe von 2500 Euro.

Und für die Zielgruppe Familien gibt es seit 2008 eben den Spezialrabatt: „Als besonderes Bonbon erhalten Familien pro Kind einen Rabatt von drei Prozent auf den reinen Grundstückskaufpreis.“ Bis maximal zehn Prozent könnten Familien so beim Erwerb ihres Baugrundstückes sparen. Dabei gelte dieses Spezialangebot nicht nur für aktuelle Kinder, sondern auch jene, die fünf Jahre nach Grundstückskauf geboren würden. Bis zum vierten Kind also erhielten Familien mit jedem Neugeborenen einen Teil des Kaufpreises zurück, wirbt die Stadt.

Das es in Neuenrade und vor allem in den Ortsteilen Affeln und Küntrop an Baugrundstücken mangelt, sieht der Bürgermeister Klaus Peter Sasse als Manko und durchaus auch als Gefährdung dörflicher Strukturen. - Von Peter von der Beck

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