Bäume wieder Thema

Bäume unterliegen in Neuenrade einem besonderen Schutz. - Foto: Archiv/vdB

Neuenrade -   Was die Bäume auf Neuenrader Stadtgebiet anbelangt – da sind die Bürger höchst wachsam. Nicht von ungefähr existiert eine Baumschutzsatzung und der Bauausschuss befasst sich regelmäßig mit beantragten Fällungen, gelegentlich muss er auch über den Umgang mit unrechtmäßigen Fällungen umgehen. Geldbußen oder spezielle, kostenträchtige Auflagen wurden in diesen Fällen schon verhängt.

Wie empfindlich die Neuenrader reagieren, zeigt die Debatte um die Abholzung der Stadtgartenlinden. Und nach der jüngsten Fällung der markanten Linde an der Hauptstraße, die ursprünglich stehen bleiben sollte, gibt es nun wieder Aufregung.

In der nächsten Bauausschusssitzung am 26. September werden sich die Mitglieder des Gremiums darüber hinaus dann wieder mit beantragten oder unrechtmäßigen Fällungen befassen müssen. So geht es in einem Fall um die Abholzung einer Hainbuche auf einem Grundstück der LEG am Huffelmannweg 7, die ohne Genehmigung durchgeführt wurde. Darüber war das Bauamt informiert worden, nur wenig später ging dann ein nachträglicher Antrag auf Fällung ein. In dem Antrag heißt es, dass der Baum in dem Glauben, eine Erlaubnis liege vor, beseitigt worden sei, was man sehr bedaure. Aber der Baum wäre ohnehin nicht mehr zu retten gewesen, sei nicht standsicher gewesen, habe unter anderem schon Risse aufgewiesen. Gerne könnten die Verantwortlichen noch den gefällten Baum besichtigen. – Die Verwaltung hätte wohl eine Fällgenehmigung erteilt, heißt es in einer Vorlage.

Zudem wies der Inhaber des Gartenbaubetriebes noch darauf hin, dass auch noch drei weitere Ahornbäume in der Nähe nicht mehr standsicher seien. Wie dem auch sei: Die Mitglieder des Bauausschusses müssen über eine Ersatzpflanzung und eventuelle Festsetzung eines Bußgeldes beraten. Das zumindest sieht der Beschlussvorschlag vor. Darüber hinaus werden noch weitere Baumfällungen in Neuenrade beantragt. So sollen zwei Bäume am Bornstück weichen, weil sie die Bausubstanz benachbarter Gebäude gefährden würden.

Und an der Langen Gasse fürchtet eine Grundstückseigentümerin durch das Wurzelwerk eines Baumes um Drainagerohre und Gebäudefundamente.

- Von Peter von der Beck

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