Die Neuenrader Ananas: Paul Bludau hat die tropische Frucht in seinem Garten gezüchtet

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Zwischen den anderen Exoten im Garten Paul Bludaus fällt die Ananas tatsächlich nur auf, wenn man auf sie hinweist.

Neuenrade - Sie wächst in Südamerika, in Afrika, in Asien – und in Neuenrade. Die Rede ist von der Ananas. Der Neuenrader Paul Bludau hat die tropische Frucht in seinem Garten gezüchtet. Sein Geheimnis hat er uns verraten.

Es grenzt schon an ein Wunder, was da mitten in einem Neuenrader Garten gewachsen ist. Eigentlich kommt die Ananas fast ausschließlich in tropischen Zonen vor. Sie braucht Temperaturen zwischen 24 und 30 Grad und viel Feuchtigkeit. Zumindest mit Letzterem kann das Sauerland ja meist gut dienen. Aber das dann auch auch noch die richtigen Temperaturen herrschen, ist unwahrscheinlich. Der diesjährige Ausnahme-Sommer könnte einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass nun in Neuenrade eine Ananas gedeiht.

Süßer Exot mitten im Sauerland 

Im Garten von Paul Bludau steht die Staude, an der die Ananas wächst, ganz unauffällig zwischen anderen Blumentöpfen. Würde er nicht auf die Pflanze hinweisen, man würde diesen Exoten glatt übersehen. Wer rechnet schon mit einer Ananas im Sauerland? Hier wachsen Johannisbeersträucher. Oder Apfelbäume. Und vielleicht auch noch Mirabellen. Aber bislang nicht die Frucht, mit dem gelben Fruchtfleisch. „Ich war selber erstaunt, als ich im Frühjahr sehen konnte, dass da eine Frucht wächst“, erklärt Bludau. Seit 20 Jahren steht der Topf in seinem Garten, jetzt trägt die Staude zum ersten Mal eine Frucht. Und so ein richtiger Exot in Bludaus Garten ist sie gar nicht. 

Es grenzt an ein kleines Wunder: Im Garten des Neuenraders Paul Bludau wächst tatsächlich eine Ananas. Richtig: Die Pflanze, die sonst vor allem in tropischen Regionen wie Südamerika und Asien vorkommt.

Denn der Neuenrader hat mehr als 300 Pflanzen – vor allem außergewöhnliche Exemplare. Dazu gehören unter anderem ein Feigen-Baum, eine Bananen-Staude und zahlreiche Kakteen. „Früher hatte ich mehr als 1000 Pflanzen“, erinnert sich der 76-Jährige. 

Die Liebe zur Natur liegt in der Familie

Die Liebe zur Natur liegt wohl in der Familie. Sein Großvater war Gärtner, auch die Mutter und der Bruder begeisterten sich für Flora und Fauna. Ein wenig wild sieht der Garten von Paul Bludau schon aus. Das ist allerdings Absicht, erklärt der Rentner. Bludaus Motto: „Ich lasse das meiste vom lieben Gott gestalten und wenn ich Zeit habe, helfe ich ihm ein wenig.“ Damit viele der Pflanzen übrigens den Winter überstehen, hat er extra einen Wintergarten und ein Gewächshaus. Denn: „Es heißt zwar, die Pflanzen sind winterfest. Aber wenn die Pflanzen nicht wissen, dass sie winterfest sein sollen, dann gehen sie ein“, erklärt er und schmunzelt. 

Außergewöhnliche Pflanzen im Garten 

Die Pflanzen sind für ihn ein Hobby, es wirkt wie eine Leidenschaft. Er kennt die lateinischen Namen und auch im Urlaub guckt er sich Gewächshäuser an. Ganz genau hat er gelernt, welche Pflanzen welche Bedingungen zum Gedeihen brauchen. Auch das ist wahrscheinlich ein Grund, warum in seinem Garten eine Ananas wächst. Vielleicht ja sogar die erste Neuenrader Ananas.

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