Alexander Klinke feiert 60. Geburtstag

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Alexander Klinke

Neuenrade - Ein bisschen grauer ist er schon geworden. Und wenn er in Neuenrade öffentlich zu sehen ist, dann meist in Sachen Kultur – seit er der Politik offiziell den Rücken gekehrt hat. Am Mittwoch, 18. Januar, wird Alexander Klinke 60 Jahre alt.

Und er mag es selbst kaum glauben. Fit ist er, spielt Tennis, fährt Ski, reitet und arbeitet in erster Linie reichlich in seinem Unternehmen. Auch an seinem Ehrentag war er arbeiten. Die 170 Mitarbeiter starke Belegschaft gratulierte ihm, überbrachte ein Geschenk und der Betriebsrat hielt eine Rede. Zum Arbeiten ist er gar nicht gekommen. „Mein Prokurist soll mir einen Tag Urlaub dafür anstreichen“, sagt Klinke.

Bereut hat er den Abschied von der Kommunalpolitik nicht, auch wenn er Jahrzehnte seines Lebens diesem Ehrenamt gewidmet hat. Und er hätte es „mit Freude wohl auch mit 80 Jahren noch gemacht“. Doch, irgendwann im Leben müsse man eben andere Prioritäten setzen, sagt er. Und er kann sich noch gut an die Zeiten erinnern, als Politik jeden Tag von morgens bis abends eine Rolle spielte – eben mehr als zwei Jahrzehnte lang.

Auch heute tut er immer noch sehr viel für sein Neuenrade, sponsert die Kultur, nur hängt er es nicht an die große Glocke. Nun widmet er seine Zeit dem Unternehmen und der Familie. Der Amerika-Fan und zweifache Familienvater verreist nun viel. Dazu gehören Touren mit dem Pferd: Eine Woche Berg-Tour zu Pferde mit seinem Sohn. „Dabei gibt es schon Glücksmomente“.

 Es läuft gut zudem mit dem Traditionsunternehmen Julius Klinke GmbH & Co. KG., man investiere viel. Rundherum zufrieden sei er, und dankbar, dass er ein so schönes, tolles Leben bislang gehabt habe. Und dabei hadert er durchaus mit seinem Alter, dem 60. Lebensjahr. Alexander Klinke bleibt natürlich Kommunalpolitiker durch und durch.

Klinke, lange CDU-Fraktionschef (1989 bis 2011) hat sich vorgenommen nicht die aktuelle Politik zu kommentieren. Indes: in Sachen Windkraft und angesichts diverser Anfeindungen der Windkraftgegner in Richtung Neuenrade kann er sich nicht zurückhalten. „Der Rat sollte bei dieser Windkraftgeschichte Selbstbewusstsein haben und sich nicht so angreifen und beleidigen lassen. Die sollten ruhig mal deutlich machen, dass es nicht Wunsch der Stadt ist, Windkrafträder aufzustellen. Die Kritiker sollten zu den Verantwortlichen nach Düsseldorf gehen.“

Aber so sei es häufig in der Politik: "Wir vor Ort müssen die Vorgaben umsetzen und haben dann die Probleme damit. Das ist nicht in Ordnung“. - Peter von der Beck

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