In Neuenrade und Werdohl: Noch 118 Jugendliche suchen eine Lehrstelle

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Neuenrade/Werdohl – 237 Jugendliche aus Neuenrade und Werdohl haben sich seit Oktober an die Berufsberatung der heimischen Agentur für Arbeit Iserlohn gewandt, um einen Ausbildungsplatz zu finden.

Insgesamt sind das 17 Personen (+7,7 Prozent)) mehr als ein Jahr zuvor. 118 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt – 26,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen teilte die Agentur für Arbeit ganz aktuell in dieser Woche mit. 

Der Vielzahl an Ausbildungsplatzbewerbern stehen derzeit 213 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber, von denen noch 93 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Gegenüber den Werten des Vorjahres wurden zehn Ausbildungsstellen mehr (+4,9 Prozent) gemeldet. 

Hier sind die Chancen besonders gut

Besonders gute Chancen einen Ausbildungsplatz im heimischen Agenturbezirk, der Neuenrade und Werdohl umfasst, haben Jugendliche und junge Erwachsene laut Agentur für Arbeit in folgenden Berufen: Bankkaufmann/-frau, Berufskraftfahrer/in, Elektroniker (Automatisierungstechnik in der Industrie), Elektroniker (Energie- und Gebäudetechnik), Fachkraft für Lagerlogistik, Gießereimechaniker/in, Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker/in, Verkäufer/in und Zerspanungsmechaniker/in. 

Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur, rät zudem, den Ausbildungsmarkt kreisweit im Blick zu haben: „Vom Grunde her herrscht im Märkischen Kreis ein Bewerbermarkt. Wir haben insgesamt seit einigen Jahren mehr Stellen als Bewerber und die Jugendlichen können sich ihre Stellen nahezu aussuchen.“ Während die Geschäftsstellen Altena und Werdohl mehr Bewerber als Stellen gemeldet bekommen hätten, sehe es in den Bezirken der Geschäftsstellen Iserlohn, Lüdenscheid, Kierspe, Menden und Plettenberg genau andersherum aus. 

Regionale Unterschiede

„Solche regionalen Unterschiede erleben wir Jahr für Jahr und setzen alles daran, einen Ausgleich zu erzielen. Schwierig wird es allerdings häufig, wenn es an die Mobilität der oft noch sehr jungen Schulabgänger geht“, sagt Pawlas. 

Als Tipp gibt die Chefin der Agentur für Arbeit allen Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, mit auf den Weg, nicht zu resignieren, auch wenn der 1. August immer näher kommt: „Bis circa Mitte November bestehen grundsätzlich Chancen auf den Beginn einer Ausbildung. Dies entscheiden dann der jeweilige Arbeitgeber und die Berufsschule.“

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