Kreis sucht Räume und Träger / Auch Überbelegungen im Gespräch

Neuenrade: Viel zu wenige Kita-Plätze

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Die Neuenrader Kitas sind voll belegt und es fehlen Plätze.

Neuenrade - Etliche Kita-Betreuungsplätze fehlen in Neuenrade. Das ist nach der jüngsten Anmeldungsrunde klar. Kämmerer Gerd Schumacher, in der Stadt mit Planung und Finanzen der Kitas befasst, nannte die Zahl 37. 

Derweil sucht das zuständige Kreisjugendamt nach geeigneten Räumen in Neuenrade und nach einem Kindergartenträger. Das bestätigte Kreispressesprecher Hendrik Klein. 

Bei der Suche nach den Räumen sei man in engem Kontakt mit der Stadt Neuenrade. Zunächst müsse man die genaue Zahl abwarten, möglicherweise gebe es Doppelanmeldungen. Aber unstrittig sei, dass eine ganze Anzahl von Kita-Plätzen in Neuenrade fehle. 

Räumlich und personell eng

Wie es seitens der Stadt Neuenrade von Kämmerer Gerhard Schumacher hieß, gehe man dabei von nun 17 Plätzen für über drei Jahre alte Kinder aus und von 20 Kindern, die unter drei Jahre alt sind. Dabei sei es, wie Schumacher weiter erläuterte, räumlich und personell schon jetzt eng in den vorhandenen Kitas. 

Es gibt eine Not-Reserve von zehn Plätzen im Stadtgebiet. Dennoch blieben rechnerisch dann 27 Kinder unversorgt. Klar sei, dass man auf Wünsche der Eltern hinsichtlich der Einrichtungen nicht eingehen könne. Den Kita-Platz um die Ecke könne man daher nicht unbedingt anbieten. 

Schumacher verwies zudem auf den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Kindergartenplatz, den diese dann allerdings beim zuständigen Kreisjugendamt anmelden müssten. Der Kämmerer gab zu bedenken, dass Kita-Planungen schwierig seien, da es schon für Zweijährige einen Anspruch gebe und die Vorlaufzeit entsprechend kurz sei. 

Schumacher betonte, dass natürlich mit den Einrichtungsleiterinnen Gespräche geführt würden.  Auch mit dem Kreisjugendamt sei man natürlich in Kontakt. Möglicherweise müssten die Kitas mit Überbelegungen arbeiten. 

Über 100 Neugeborene in den vergangenen beiden Jahren

Schumacher wies zudem darauf hin, dass zumindest in Neuenrade mehr Kinder geboren würden. In den vergangenen beiden Jahren seien deutlich mehr als 100 Kinder auf die Welt gekommen. 

Schon einmal mussten Kreisjugendamt und Stadt Neuenrade reagieren, weil es 2014 zu wenige Kita-Plätze gab. Rund 40 Plätze fehlten. Damals half der jüngst verstorbene Unternehmer Peter Zahn.  Dieser hatte zuvor das ehemalige Aldi-Gebäude aus altruistischen Motiven – für eine soziale Nutzung – erworben. Den Umbau zur Kita finanzierte er. 

Danach wurde eine gGmbH als Träger gegründet mit neuen Gesellschaftern, darunter die Stadt Neuenrade. Der Kita wird eine moderate Miete berechnet. So wurde die Errichtung einer zweigruppigen Kita ermöglicht, die heute als „Villa Mittendrin“ firmiert. Es handelt sich dabei um eine gemäß dem Kinderbildungsgesetz (kibiz) finanzierte Kita mit den üblichen Elternbeiträgen.

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