Spannende Einblicke beim Tag der offenen Tür

Biologie zum Anfassen: In der GEM gab es einiges zu entdecken.

Neuenrade - Wo gehören Leber und Magen hin? Warum fliegt die Würstchendose mit einem lauten Knall an die Decke? Was steckt hinter dem Konzept einer Gemeinschaftsschule (GEM)? Diesen Fragen konnten die Besucher des Tags der offenen Tür an der GEM in Neuenrade auf den Grund gehen.

Information, Unterhaltung und spannende Einblicke in das neuartige pädagogische Konzept, das hinter dem Begriff Gemeinschaftsschule steckt, konzentriert auf einen Tag. Schüler, Lehrer, Verwaltung und Besucher schienen auf ihre Kosten zu kommen.

Der Besuch der Schule an der Niederheide kam einer Entdeckungstour gleich. Über die verschiedenen Etagen und Gebäudeteile des Komplexes verteilte sich das Programm. Hier machten Jugendliche auf die Aktion Schule ohne Rassismus aufmerksam, dort löteten Kinder Glasfragmente kunstvoll zusammen, während andere Schüler mit Finger-Food auf der Suche nach spendenfreudigen Kunden durch die Gänge marschierten. Es herrschte in reges Treiben in der GEM, so wie es sich das Team um Schulleiterin Astrid Wagner-Tillmann und ihr Team gewünscht hatten. Die meinte, mit der Resonanz zufrieden zu sein und wies darauf hin, dass Anfang Februar Anmeldungen für das nächste Schuljahr angenommen werden. Terminabsprachen wären sinnvoll, ergänzte die Schulleiterin.

Im Kunstraum herrschte eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Die Augen mit Brillen geschützt, machten sich die jungen Künstler ans Werk, schliffen Glastücke in Form, bereiteten die Teile für den anschließenden Lötvorgang vor und griffen dann zum „heißen Kolben“ und verflüssigten das verbindende Metall. Bei dieser Gelegenheit dankte die Schule einem privaten Spender. Familie Peters aus Nettenscheid war über einen Artikel im Süderländer auf die Glaskunst AG der Schule aufmerksam geworden und stiftete nicht mehr benötigtes Material, Werkzeug und Geräte, das am Samstag zum Einsatz kam.

Entdeckergeist in den Naturwissenschaften

Während in der Kunst-Werkstatt ein kreatives Flair herrschte, prägte Entdeckergeist die Szenerie in den Räumen der Naturwissenschaftler. Chemie, Physik und Biologie hautnah stand dort auf dem „Lehrplan“, an dem Kinder, Jugendliche, aber auch Eltern und Großeltern sichtlich Gefallen fanden. Mit dem Mikroskop in die Welt des Winzigen abtauchen, erleben, wie Metalle auf Hitze und Kälte reagieren und staunen, wie sich Metallpulver in ein Feuerwerk verwandelt. Das alles gab es zu entdecken.

Spannende Einblicke in den Schulalltag der Neuenrader Gemeinschaftsschule

Sport, Religion, Informatik, Sprachen, Musik und ein abwechslungsreiches Showprogramm standen natürlich ebenfalls auf dem umfangreichen Programm. Schließlich wollte sich die Schule von ihrer besten Seite und mit all ihren Facetten präsentieren. Und wer Lust verspürte, noch schnell etwas Dekoratives für die Adventszeit zu basteln, der war in der Weihnachtswerkstatt gut aufgehoben. Die GEM lebt, ihre Schüler scheinen sich ebenso mit ihrer Schule zu identifizieren wie das Lehrerkollegium. Dieses Gefühl bekamen die Besucher des Tags der offenen Tür an allen Ecken, in jedem Raum und auf allen Gängen vermittelt.

Von Markus Jentzsch

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