Büro im Rathaus

In Neuenrade sollen es jetzt zwei Quartiersmanager richten

+
Die Neuenrader Altstadt wird zum Isek-Projekt. Die neuen Quartiersmanager kümmern sich.

Neuenrade – Unter anderem um die Neugestaltung der Altstadt und die Umgestaltung der Bahnhofstraße kümmern sich im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (Isek) künftig Natalie Kirsch und David Knospe.

Sie sind die neuen Quartiersmanager für die Hönnestadt. 

Gefördert wird ihre Arbeit im Zuge des Neuenrader Stadtentwicklungskonzeptes mit Landesmitteln. Am Dienstagabend sollten Kirsch und Knospe im Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss präsentiert werden. Doch wegen der Sicherheitsbestimmungen um das Coronavirus entfiel dieser Tagesordnungspunkt. 

Ein Büro im Rathaus

Kirsch und Knospe werden im Rathaus ein Büro bekommen – mit festen Sprechzeiten. „Ihre Hauptaufgabe wird es sein, Projekte aus dem Stadtentwicklungskonzept vorzubereiten und zu verwalten“, sagte Bauamtsleiter Marcus Henninger. Zudem sollen sie den Kontakt zur Bürgerschaft halten. „Sie sollen die Leute mitnehmen.“ Sprich: motivieren und begeistern. Ein Verfügungsfond sei ebenfalls vorhanden, aus dem Mittel nach gegebenen Regeln abgerufen werden können. Zudem sind die beiden gehalten, „aktiv neue Dinge“ anzustoßen. Kirsch und Knospe sind bei dem Büro Stadtkinder angestellt, stellen ein gewisses Stundenkontingent der Stadt zur Verfügung. Das Planungsbüro Stadtkinder habe im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten, sagte Henninger. 

1999 wurde das Dortmunder Planungsbüro Stadtkinder von Peter Apel und Reinhard Pach gegründet. Nach eigenen Angaben hat sich das Planungsbüro „bundesweit als Marktführer“ im Bereich kinder- und jugendfreundlichen Stadtplanung etabliert. Schwerpunkte liegen auf „familienfreundlicher Stadtplanung, Freiraumplanung und Stadterneuerung“. 

Bewohner sollen beteiligt werden

„Insbesondere die erfolgreiche Beteiligung aller Bewohner zeichnet uns aus“, heißt es auf der Homepage des Büros. Projekt- und bedarfsbezogen würden Experten aus den Bereichen interkulturelle Vermittlung, Architektur und Marketing hinzugezogen. 

Für das Quartiersmanagement in Neuenrade – ausgelegt auf sieben Jahre – sind insgesamt 400 000 Euro eingeplant, der Eigenanteil der Stadt beträgt 160 000 Euro. Speziell die Altstadt-Neugestaltung, wo die Bürger mit ihren Ideen eingebunden werden sollen, gehört zu den anspruchsvollen Vorhaben. So hat die Altstadtgemeinschaft bereits ein Verkehrskonzept entwickelt, das in den politischen Gremien der Hönnestadt vielfach gelobt wurde. Auch das Leerstandsmanagement ist Thema, ebenso das Parkraum-Bewirtschaftungskonzept. 

Fördergeld ist bereits geflossen

Das Fördergeld der Landesregierung ist geflossen, die Bescheide sind da, auch die Eigenanteile der Stadt wurden in den Haushalt eingepflegt. 

Wie das alles in Corona-Zeiten funktionieren wird und vor allem wann die Quartiersmanager das Büro in Neuenrade beziehen, bleibt jedoch zunächst abzuwarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare