Schüler probieren sich an der Klarinette

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Bereits am zweiten Tag des Workshops konnten die drei Schüler gemeinsam ein Lied spielen.

Neuenrade - „Solmisation.“ Noch nie gehört? Dabei handelt sich im weitesten Sinne um eine Sprache, einer Sprache der Musik, die man relativ leicht erlernen kann. Eine Sprache, die Christian Knaup, der Dirigent des Neuenrader Musikverein-Orchesters, spricht, um Schülern schnell erste Erfolge zu vermitteln. Einfacher als das Lesen von Noten sei dieses Verfahren, das Tonstufen in Silben und Gesten übersetzt.

Und dieses Verfahren half auch den drei Teilnehmern am Klarinetten-Workshop, der in dieser Woche in den Räumen des Musikvereins an der Bahnhofstraße stattfand.

Ziel des Instrumenten-Lehrgangs war es, am Ende gemeinsam ein Lied spielen zu können. „Das haben wir schon am Dienstag geschafft“, lobte Christian Knaup den zwölfjährigen Rene und seine Mutter Christiane, die aus Plettenberg anreisten, sowie Niclas, der im Knaupschen Orchester bereits Posaune spielt. „Wir sind schon in den Fünf-Ton-Raum vorgedrungen“, zollte der Dirigent seinen Schülern am letzten Workshop-Tag seinen Respekt.

Beethovens „Freude, schöner Götterfunken“, die Vertonung des Schiller-Klassikers, würden sie gerne spielen, lautete ein Wunsch des Trios, den Knaup mittels der Solmisation auch erfolgreich erfüllte. Ebenso wie Hänschen klein und den Esels-Kanon. Auf dem „Notenblatt“ des Dirigenten ist lediglich zu lesen: Mii Mii Ree Doooooo Mii Mii Ree Doooooo. Ein paar passende Handzeichen dazu und schon bekamen Rene, Christiane und Niclas das Lied gespielt. Ebenso erstaunlich wie erfreulich, denn der Musikverein sucht dringend Nachwuchs - vor allem im Klarinetten-Bereich. Der Workshop war ein erster Versuch, Musikinteressierte an das transponierende Holzblasinstrument mit der filigran wirkenden Mechanik heranzuführen.

Von Markus Jentzsch

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