Affeln und Altenaffeln

Bürger zeigen bei Rundgängen Probleme auf

+
Guido Peters erklärt Stadtplaner Michael Ahn, warum die Verkehrsinsel in der Stummelstraße ungünstig gebaut wurde. Auch Bürgermeister Antonius Wiesemann und Ortsvorsteher Josef Hochstein hören interessiert zu.

Affeln - Phase 2 beim Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept: Rundgänge durch die Ortsteile mit Bürgern und Planern. In Affeln und Altenaffeln gab es dabei einiges zu bemängeln.

Rückblick: Im Mai war das Projekt, an dessen Ende ein Integriertes kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) für Neuenrade stehen soll, mit einer Veranstaltung im Hotel Kaisergarten gestartet. Nachdem die Bürger sich mit ihren Vorschlägen zu Wort melden konnten, steht im zweiten Schritt die Begutachtung vor Ort an.

„Wir wollen uns in sechs oder sieben Jahren nicht vorwerfen lassen, dass wir die Weichen für die Zukunft nicht früh genug gestellt haben“, sagten Bürgermeister Antonius Wiesemann und der Affelner Ortsvorsteher Josef Hochstein übereinstimmend.

Der Ortsvorsteher ergriff zuerst das Wort

Gemeinsam mit Stadtplaner Michael Ahn vom Coesfelder Büro Wolters Partner und einer Gruppe Affelner Bewohner startete der Rundgang am Dorfplatz neben der St. Lambertus-Kirche.

„Wenn es einen Punkt gibt, der Sie von morgens bis abends aufregt, dann ist es nun an der Zeit, uns dies mitzuteilen“, erklärte Ahn. In diesem Sinne war es Ortsvorsteher Josef Hochstein, der als erstes das Wort ergriff und auf den desolaten Zustand der Blumenbeete und Bäume aufmerksam machte.

Ein weiteres Thema waren die beiden Verkehrsinseln im Bereich Hauptstraße / Stummelstraße und der Abzweig in den Bereich Zum Imberg.

Die Punkte sollen in einen Plan einfließen

Dort komme erschwerend hinzu, dass die Bushaltestelle in diesem Bereich und die damit verbundene Querung der Straße für alle Verkehrsteilnehmer, ob Fußgänger oder Autofahrer, nur eingeschränkt einsehbar sei.

„Dies ist ein typisches Projekt, das wir mit in den Katalog aufnehmen“, unterstrich Michael Ahn. Jeder Punkt werde später in einen größer gefassten Plan einfließen.

„Da das kommunale Entwicklungskonzept auf einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren angelegt ist, geht es im Grunde immer um den demografischen Wandel und die Folgen für die Mobilität und die Versorgungsinfrastruktur am Ort“.

Der Spielplatz: „schrecklich und altbacken“

Dazu passte auch, dass Michael Lempa den Zustand des Spielplatzes ansprach, der sich hinter dem Sportgelände befindet: ganz schrecklich oder einfach nur altbacken waren Bezeichnungen, die in diesem Zusammenhang fielen.

In Altenaffeln ging es vor allem um einen barrierefreien Zugang zwischen Kapelle und neu gestaltetem Mehrgenerationenpunkt.

Fakt ist, dass dort, wo eigentlich ein Sandkasten sein soll, das Unkraut wuchert, die Verkleidung der Rutsche verdreckt ist und eine Treppe mit Flatterband umwickelt wurde. „Ich notiere das Mal unter altersgerechter Ausstattung“, sagte Stadtplaner Ahn. Er merkte an, ein Spielplatz könne wohl nicht viel abgelegener angelegt werden.

Auch sei ihm aufgefallen, dass es in Affeln – mit seiner Hanglage – nicht nur große Häuser, sondern auch viele Stufen gebe. Zurück am Dorfplatz sprach Guido Peters noch an, dass die Ortsmitte von den Affelner zu wenig genutzt werde.

Jeder Ortsteil muss deine Mitte definieren

Es gebe zwar einen Strom- und Wasseranschluss, aber keine sanitären Einrichtungen, die dauerhaft nutzbar seien. In diesem Sinne appellierte er an die Politik: „Das Pfarrheim muss in Affeln bleiben“.

Auch in Altenaffeln unterstrich Michael Ahn noch einmal eindrücklich, dass jeder Ortsteil seine Mitte definieren müsse: „Und dies ist keine philosophische Frage“.

Die Bewohner von Altenaffeln haben diese Frage bereits beantwortet, in dem Sie den Bereich der Grundschule zu einem Mehrgenerationenpunkt umgestaltet haben. „Uns geht es nun vor allem darum, einen direkten und barrierefreien Zugang zur Kapelle zu schaffen“, betonte Ortsvorsteher Andreas Wiesemann.

Die Ortsdurchfahrt ist in einem schlechten Zustand

Zudem befände sich die Ortsdurchfahrt in keinem schönen Zustand. Auch dort gebe es Handlungsbedarf. Wie geht es nun weiter: Während am Dienstag die Ortsbegehung in Neuenrade auf dem Programm stand, sind Küntrop und Blintrop am 3. Juli an der Reihe.

Bereits Ende des Jahres soll das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept in seiner endgültigen Fassung vorliegen und mit der Umsetzung begonnen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare