„Raum passt sich der Klasse an“

Neuenrade: Neue Fachräume an der Hönnequell-Schule

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Die Freude der Verantwortlichen der Stadtverwaltung, des Bauamts und der Schule über die neuen Fachräume ist groß. „Das steigert die Attraktivität der Stadt und der Schule nochmals“, betont Bürgermeister Antonius Wiesemann (2. Reihe, 1. von links).

Neuenrade - „Wir sind begeistert von der neuen Ausstattung“, sagt der Chemie- und Biolehrer Marco Schmidt. Die anwesenden Fachkollegen nicken zustimmend. Am Donnerstag stellten Verantwortliche der Stadt und der Hönnequell-Schule den neuen Physik-, den neuen Chemie- und den neuen Vorbereitungsraum vor.

Im April 2015 hätten sich die Verantwortlichen erstmals für die Planung der Fachräume getroffen. „Das gesamte Vorhaben war eine große Herausforderung, da solche Räume mit der entsprechenden Ausstattung sehr teuer sind“, erzählt Monika Arens, Schulverwaltung. 

„Wir haben uns bewusst für das Deckenversorgungssystem entschieden“, erklärt Monika Arens. Mit diesem sei der Raum vielseitig nutzbar.

Besonders deshalb sei eine enge Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Fachlehrern, dem Bauamt und der Stadtverwaltung notwendig gewesen. „Wenn es um spezielle Einrichtungsfragen geht, die mit hohen Kosten verbunden sind, dann frage ich lieber die Experten von der Schule“, betont auch Brigitte Neuhaus, Sachbearbeiterin beim Gebäudemanagement. 

Modernes Versorgungssystem

Mehrfach hätten sich die Beteiligten getroffen. Dabei ging es vor allem um die Frage, welches Versorgungssystem gewählt werden soll. „Wir haben uns schließlich für die Deckenversorgungssysteme entschieden.“ 

Brigitte Neuhaus vom städtischen Gebäudemanagement und Christoph Brockhagen von Elektro Filter begutachten die neuen Räume.

Die grauen „Versorgungs-Arme“ lassen sich einfach herunterklappen. Sie bieten unter anderem einen Anschluss an das Gas- und Stromnetz, die interne Schul-Datenbank und das Internet. „Mit dieser Möglichkeit ist der Raum flexibel nutzbar“, erklärt Monika Arens. Er passe sich quasi der Klasse an. 

Außerdem seien auch die Physik- und Chemieräume des Burggymnasiums in Altena besichtigt worden, da diese bereits mit einem Deckenversorgungssystem ausgestattet sind. 

Zur Realisierung der Planungen kontaktierte Bürgermeister Antonius Wiesemann mehrere heimische Firmen und bat um eine Spende für das Projekt. „Dank einer solchen Technik können die Schülerinnen und Schüler noch besser ausgebildet werden. So sind sie das Fachpersonal von morgen“, bekräftigt das Stadtoberhaupt. 

282 500 Euro hätten die Unternehmer insgesamt gespendet. „Ohne diese Mittel wäre das Projekt nicht so schnell realisierbar gewesen“, betont Wiesemann. Es sei sehr schön, dass es in der Stadt so einen Rückhalt der Bürger und Unternehmen gäbe. 

Bauvorhaben kostet fast 290.000 Euro

Mit dem Bauauftrag wurde die Firma Hohenloher Spezialmöbelwerk beauftragt. Die Einrichtung der neuen Fachräume kostete knapp 163.667 Euro. Weitere 5.600 Euro wurden für die Anschaffung von Chemikalien, Brennern und weiteren Unterrichtsmaterialien veranschlagt. „Diese Kosten wurden mithilfe der Spendenmittel finanziert.“ 

Neben den Erste-Hilfe-Kästen und weiteren Sicherheitsvorkehrungen gibt es an den Waschbecken auch die Augenduschen.

120.000 Euro an reinen Baukosten, beispielsweise für die Elektrik, EDV, und die Neuerung der Decken und Fußböden wurden aus dem Haushalt 2016 finanziert. Ingesamt kosteten die neuen Räume damit fast 290.000 Euro. 

Die verbliebenen Spendenmittel, immerhin mehr als 110.000 Euro, sollen weiterhin für die Schulen eingesetzt werden. „Die Burgschule, die Schule in Altenaffeln und auch die Waldorfschule werden etwas erhalten“, sagt Antonius Wiesemann. 

Auch für die laufenden Kosten der neuen Räume solle die Spende genutzt werden. „Jetzt kommen noch die Stühle und Tische in die Räume“, berichtet Monika Arens. 

Schüler freuen sich auf neue Räume

Nicht nur der Lehrkörper und die Verantwortlichen der Stadt würden sich über die Fertigstellung freuen, auch die Schüler seien gespannt, dort unterrichtet zu werden. „Kürzlich kam sogar ein Schüler zu mir und hat sich für die neuen Fachräume bedankt“, erzählt Brigitte Neuhaus.

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