Blauröcke opfern 8510 Stunden fürs Gemeinwohl

Marc Pforr (Mitte) wurde zum Feuerwehrmann befördert. Stefan Besser und Stadtbrandinspektor Karsten Runte gratulierten.

NEUENRADE ▪ Viel Freizeit müssen die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen aufbringen, um sich für das Gemeinwohl aus- beziehungsweise weiterzubilden. „Das ist nicht selbstverständlich“, betonte Stefan Besser, Löschzugführer Stadtmitte, während der Jahresdienstbesprechung am Samstagabend im Feuerwehrgerätehaus an der Bahnhofstraße. Von Susanne Riedl

Die Ausbildung dauere mehrere Monate, um am Dienst teilnehmen zu können. „Bis man zu 100 Prozent einsetzbar ist, dauert es mehrere Jahre“, betonte Besser. Deshalb sei es wichtig, schon junge Leute zu binden, denn ausgebildete Feuerwehrmitglieder zu verlieren sei schwer zu kompensieren. Der Löschzugführer gab bekannt, dass sich die Wehr im Jahr 2013 daher noch mehr mit der Ausbildung der Kameraden beschäftigen wolle.

Aus seinem Jahresrückblick ging hervor, wie viel Freizeit die Blauröcke für ihr Ehrenamt im vergangenen Jahr aufbrachten. Bei 134 Notfällen waren die Männer und Frauen mehr als 1300 Stunden im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 2400 Lehrgangs-Stunden, mehrere hundert Stunden für diverse Lehrgänge, Fortbildungen und Übungseinheiten; wie beispielsweise dem ABC- oder Atemschutz, Grund- und Funker-, sowie Maschinisten- oder Truppenführerlehrgänge. Insgesamt waren die Blauröcke in 2012 somit 8510 Stunden für die Feuerwehr im Dienst.

Zu den Weißen Raben gehört Kamerad Christoph Brockhagen, der an allen zwölf Übungsdiensten teilgenommen hatte. Zum Feuerwehrmann befördert wurde Marc Pforr.

Besser erinnerte aber auch an die Anschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeugs, das Mitte des Jahres offiziell in den Fuhrpark des Löschzugs Stadtmitte aufgenommen wurde. Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins konnte zusätzlich benötigtes technisches Gerät angeschafft werden – außerdem gab es im Laufe des Jahres eine 5000-Euro-Spende von einem „stillen Gönner“.

Neben einer Großübung auf dem Gelände einer heimischen Firma, wurde der Löschzug Stadtmitte zum Chemieunfall in Wocklum gerufen, um überörtlichen Hilfe zu leisten.

Wenn alles klappt bekommen die Feuerwehrmänner und -frauen in diesem Jahr neue Uniformen, hofft Besser. Zudem soll ein Teil der Helme erneuert werden. Bereits fest geplant sind Drehleiter- und Korbmaschinistenlehrgänge. Außerdem überlegt die Wehr, wieder Hydrantenkontrollen einzuführen.

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