Von der Mutter verstoßen, von Christina Lewandowski-Höfer aufgezogen

Neue Familie für Lämmchen "Snoopy": Ankunft in der Waldorfschule im Video

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Kuscheln zum Abschied: Christina Lewandowski-Höfer mit Snoopy.

Neuenrade - Happy End für Lämmchen Snoopy: Die Kleine hat dank der Aufzucht von Christina Lewandowski-Höfer überlebt - und ist topfit. Nun ist Kuscheln auf dem Sofa aber vorbei - Snoopy hat eine neue Familie.

Viele Wochen hat Christina Lewandowski-Höfer das kleine Lämmchen aufgezogen, hat ihm das Fläschchen gegeben, hat ohne zu murren hinter ihm sauber gemacht, hat es gehegt und gepflegt und mit ihm gekuschelt. Snoopy war immer dabei: Ob es zu den Pferden ging, zu anderen Schafen oder sonntagsabends beim Tatort gucken auf dem heimischen Sofa. 

Doch nun wird Snoopy in die große weite Welt entlassen. Die Kleine muss sich der Schafherde der Waldorfschule Neuenrade anschließen. Dort werden sich künftig Hausmeister Michael Klein und natürlich jede Menge Schüler der Waldorfschule Neuenrade um das kleine Schafmädchen kümmern.

Tränen zum Abschied

Auch wenn nun alles gut geregelt ist – Christina Lewandowski-Höfer kann eine Träne nicht zurückhalten. Sie hängt sehr an dem kleinen Schaf, das von seiner Mutter verstoßen wurde. Und: „Es ist das erste Mal, dass ich ein Tier abgeben muss.“

Die Tierheilpraktikerin hat das inzwischen gut 15 Kilo schwere Lamm auf dem Arm. Snoopy revanchiert sich, legt den Kopf an Ersatzmama Christine und kuschelt wie ein Hündchen.

Auch sonst hält sich das kleine Schaf eng an die junge Frau, lässt sich auch von den vielen kleinen Händen der Schülerinnen und Schüler nicht stören. Die sind hin und weg von Snoopy. „Oh, wie süß“, ist immer wieder zu hören. 

Schafe beäugen misstrauisch neues Familienmitglied

Das Schaf trappelt auf dem Weg zum neuen Zuhause hinter der menschlichen Schafmutter her. Christine geht mit auf die eingezäunte Weide, während die Mitglieder der Schafherde misstrauisch die Situation und das neue Schaf beäugen. 

Vorsichtig nähern sich die Tiere an, trennen sich wieder. Das Spiel wiederholt sich ein paar Mal – aber es zeichnet sich ab, dass es wohl klappen wird. Trotz Meckerns gibt es kein Zurück Einen halben Eimer Kraftfutter für Lämmer gibt Christine Lewandowski-Höfer noch an Michael Klein weiter, dann muss Snoopy alleine mit seinen neuen Artgenossen zurechtkommen. Sie meckert und blökt, aber es gibt kein Zurück. 

"Froh, mein Leben wieder zu haben"

Die Tierheilpraktikerin Lewandowski-Höfer verschwindet aber nicht ganz aus dem Leben von Snoopy. Eines ihrer Kinder besucht die Waldorfschule, da bleibt es nicht aus, dass sie natürlich auch nach Snoopy schaut. Viel Arbeit und Pflege hat die Tierheilpraktikerin mit dem kleinen Schaf gehabt: Drei Monate hat sie sich gekümmert. Trotz des Trennungsschmerzes sagt sie: „Ich bin froh, dass ich mein Leben wieder habe.“ 

Dass Snoopy überlebt hat, war nicht klar, aber sie hat es geschafft. Snoopy ist nun ein prächtiges, eigensinniges Teenager-Schaf geworden.

Von Peter von der Beck

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