Noch keine Baugenehmigung

Bau der Villa-Kita stockt: Das ist der Grund

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Die alte Jagdhütte will die Kita künftig mitnutzen.

Neuenrade – Der Bau der Kita Villa II verzögert sich weiter. Das hängt mit mongolischen Zelten zusammen.

Der geplante Neubau der Villa II stockt. Wie die Geschäftsführerin der Villa Mittendrin gGmbH, Nina Kersting-Dunker, erklärt, liegen seit Monaten alle Unterlagen für den Bau der neuen Kindertagesstätte beim Amt für Planen und Bauen vor. Bisher habe die Kreisbehörde aber keine Baugenehmigung erteilt. 

Für das laufende Kindergartenjahr hat sie gemeinsam mit der pädagogischen Leiterin, Tanja Heidemann e in Übergangskonzept entwickelt. Derzeit werden in der Villa I an der Bahnhofstraße 75 Kinder betreut, zuvor waren es 39. Zum Dauerzustand soll das aber nicht werden. 

Kita soll ab August zur Verfügung stehen

Matthias Sauerland, Leiter des Fachdienstes Jugendförderung und Kinderbetreuung beim Märkischen Kreis, hatte den Kommunalpolitikern erst kürzlich in einer Ausschusssitzung erläutert: „Die Villa II soll planerisch für das nächste Kindergartenjahr zur Verfügung stehen.“ 

Dieses beginnt im September. Um diesen Termin zu halten, muss der Bau zeitnah beginnen. Umso dringender wartet Kersting-Dunker auf die Genehmigung: „Tag für Tag erwarten wir eine Rückmeldung. Das ist aber schon seit zwei Monaten der Fall“, sagt sie. 

In der Villa I werden derzeit viele Kinder betreut, die künftig den Neubau besuchen sollen.

Ulla Erkens, Pressereferentin des Märkischen Kreises erklärte auf Nachfrage: „Die letzten Unterlagen wurden vor zehn Tagen eingereicht. Momentan sieht es aber danach aus, als stünde einer Baugenehmigung nichts im Wege.“ Es fehle noch eine Rückmeldung aus dem Forstamt. 

Forstamt muss Zelte genehmigen

Wie Erkens Kollege Hendrik Klein erläutert, habe das Forstamt dem grundsätzlichen Bauvorhaben der Kita, die am Waldsaum entstehen soll, zwar zugestimmt. Was noch ausstehe, sei die Zustimmung zur Errichtung von vier mongolischen Zelten. 

Diese Jurten will die Kita im Wald aufbauen und als Wahrnehmungsräume nutzen. Die Forstbehörde prüft derzeit, ob die Zelte mit rund acht Metern Durchmesser und vier bis fünf Metern Höhe dort aufgestellt werden dürfen. 

Grünes Licht bald wahrscheinlich

Klein und Erkens glauben, dass es zeitnah eine Rückmeldung geben wird. Nach dem Bau der neuen Kita am Rüterbruch sollen insgesamt 94 Kinder in den beiden Einrichtungen – in der bestehenden Villa I und in der neuen Villa II – Platz finden.

Für die steigende Zahl der zu betreuenden Kinder wurden für das laufende Kindergartenjahr sechs neue pädagogische Fachkräfte eingestellt. Und Kersting-Dunker fügt hinzu, dass aktuell weitere Bewerbungsverfahren laufen, um den weiter steigenden Betreuungsbedarf decken zu können.

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