Überbelegung und Groß-Tagespflege sollen es richten / Mittelfristig neue Gruppen

Neuenrade: Kita-Problem scheint gelöst

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Das Problem mit den fehlenden Kita-Plätzen, scheint gelöst zu sein.

Neuenrade - Die Neuenrader Stadtverwaltung hat in Abstimmung mit dem Kreisjugendamt des Märkischen Kreises das Problem mit den fehlenden Kita-Plätzen offenbar gelöst.

Wie Kämmerer Gerhard Schumacher, in dessen Ressort auch die Kitas fallen, auf Nachfrage mitteilte, werde nun bei den über Dreijährigen Kindern mit Überbelegung der einzelnen Gruppen in den Kindertageseinrichtungen arbeiten. Alle Träger in Alt-Neuenrade würden dabei mitmachen. 

Mehrere Tagesmütter

Und was die unter Dreijährigen anbelange, so solle mit der sogenannten Groß-Tagespflege ein Angebot geschaffen werden, sagte Schumacher. Dabei geht es um Einheiten von neun Kleinkindern mit mehreren Tagesmüttern. 

So verhandele man derzeit und sei auch auf der Suche nach entsprechenden Räumen. Die müssten natürlich speziellen Kriterien entsprechen, sei es Brandschutz, Fluchtwege oder sanitäre Einrichtungen. Zugleich sollte das Ganze allerdings auch finanzierbar sein – sprich möglichst geringe Umbaukosten und eine moderate Miete haben. 

Schumacher wies darauf hin, dass es sich bei den Tagesmüttern um qualifizierte Kräfte handele, die selbstständige Unternehmer seien. Schumacher geht davon aus, dass dieses Groß-Tagespflegekonzept etwas für einen längeren Zeitraum ist. „Das ist aus meiner Sicht ein dauerhafter Bedarf.“ 

Übergangslösung

Die Überbelegung in den Gruppen sei allerdings wohl nur eine Übergangslösung. So warte man zunächst noch die Geburtenzahlen zum Auftakt des Kindergartenjahres (1. August bis 31. Juli) ab, um dann entsprechend agieren zu können. 

Schumacher kann sich vorstellen, dass der Bedarf sich künftig weiter erhöht gestaltet. So könne man überlegen, wo man ein oder zwei neuen Gruppen installieren soll. Mitte 2018 würden diese Lösung dann zur Verfügung stehen. 

Zum Hintergrund: Dass etliche Kita-Betreuungsplätze in Neuenrade fehlen, war nach der jüngsten Anmeldungsrunde klar. 17 Plätze für über Dreijährige fehlten; 20 Plätze für Kinder unter drei Jahre. Zehn davon konnten in vorgehaltenen Reserveplätzen untergebracht werden, 27 Kinder blieben ohne Platz. Das zuständige Kreisjugendamt hatte sich anschließend auf die Suche nach geeigneten Räumen und Träger gemacht.

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