Integrationsprojekt „Sprache verbindet“

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Sandra Horny betreut die Integrationsprojekte. Informationen zu „Sprache verbindet“ gibt es in der Bücherei/Zelius.

Neuenrade - Viele verschiedene Integrationsprojekte hat Sandra Horny in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht.  Hier stellt die Integrationsbeauftragte Sandra Horny das Projekt „Sprache verbindet“ vor.

Von Kristina Köller

Die Angebote des Zelius – des Zentrums für Lesen, Integration und Sprache – werden zum größten Teil von engagierten Ehrenamtlichen gestaltet und von vielen Menschen dankbar angenommen.

„Unsere Angebote sollen eine ganz praktische Hilfe zur Integration sein“, sagt Horny. Im Rahmen des Projekts „Sprache verbindet“ gehen Acht- und Neuntklässler, die einen hohen Bildungsabschluss anstreben und fließend Deutsch sprechen, ein- oder zweimal pro Woche jeweils eine Stunde lang in Familien und beschäftigen sich mit den Kindern – oder treffen sich mit diesen direkt im Zelius.

„Es geht darum, Sprachkenntnisse zu verbessern, bei den Hausaufgaben zu helfen, gemeinsam für Klassenarbeiten zu lernen und bei kleineren Kindern auch darum, einfach zusammen zu spielen.“ So entstünden Kontakte, manchmal auch Freundschaften – eben ein Teil gelebte Integration.

Der Rotary-Club Altena-Werdohl-Plettenberg hat das Projekt initiiert und zahlt den Ehrenamtlichen – den Scouts, wie sie genannt werden – drei Euro pro Stunde. Die Eltern geben ebenfalls drei Euro – so kommt pro Einsatz eine Aufwandsentschädigung von sechs Euro für die Jugendlichen zusammen.

Die wissen ihrerseits ganz genau, worauf sie bei der Arbeit mit den Kindern im Alter zwischen vier und zehn Jahren achten müssen. „In einer dreistündigen Schulung lernen sie Möglichkeiten kennen, den Kindern spielerisch etwas beizubringen und bekommen Arbeitsmaterial an die Hand. Sie erfahren, was Sprachförderung bedeutet, und wie sie umgesetzt werden kann.“

Sehr beliebt sei das Angebot, regelrecht ausgebucht, beschreibt Horny den Andrang. „Zehn bis zwölf Paare haben wir eigentlich immer. Teilweise sogar 30 – je nach Situation.“ Dass sich das öfter mal ändert, liege vor allem daran, dass sich nach den Sommerferien alles neu ordnen müsse.

Nach der Grundschule endet das Projekt

Die Scouts müssten erst einmal feststellen, ob sie im neuen Schuljahr noch genug Zeit für das Engagement haben. Die Kinder, die mit der Grundschule fertig sind, steigen ganz aus, denn nach der Grundschulzeit endet die Betreuung und andere Angebote zur Integration folgen.

„In der Zeit bis zu den Herbstferien oder kurz danach finden sich wieder neue Paare“, erklärt Horny. Die Koordinatorin achtet darauf, dass Scout und Kind möglichst nah beieinander wohnen, um lange Wege zu vermeiden, und darauf, dass beide charakterlich zusammenpassen. Die meisten Scouts seien Mädchen. „Jungen, die das Angebot wahrnehmen, sind immer ganz wild darauf, einen der wenigen männlichen Scouts abzubekommen“, schmunzelt Horny.

Am 29. Oktober findet ein Seminar statt, in dem sich neue Scouts ausbilden lassen können. Interessierte melden sich telefonisch (Tel. 0 23 92 / 6 14 87) oder persönlich in der Bücherei/Zelius. Eine Anmeldung erfolgt dann schriftlich.

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