MVZ: Grüne setzen auf die Karte Telemedizin

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Am Standort der alten Post an der Poststraße ist seit Jahren der Vermittlungsknoten der Telekom. Sollte das MVZ seinen Standort im Hönne-Med-Center haben, könnten nach Ansicht der Grünen so die technischen Voraussetzungen für Telemedizin geschaffen werden.

Neuenrade - Die Neuenrader Bündnisgrünen haben sich bei ihrem Treffen am Mittwochabend dafür ausgesprochen, bei dem für die Hönnestadt geplanten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) die Realisierung der Telemedizin mit einzubeziehen.

Sollte das Hönne-Med-Center an der Werdohler Straße als künftiger MVZ-Standort in Frage kommen, könne das gegenüber liegende Technikhaus der Telekom an der Poststraße (jetziger Vermittlungsknoten am früheren Standort der alten Post) in die Planungen mit einbezogen werden. 

Die Verwaltung und die CDU als Mehrheitsfraktion im Rat favorisieren als Standort für die MVZ-Keimzelle die Praxis von der Dr. Michael Beringhoff an der Zweiten Straße. Beringhoff soll bekanntlich auch ärztlicher Leiter der Einrichtung werden. 

Richtungsweisender Schritt?

Die Bündnisgrünen sehen in ihrem Vorschlag einen richtungsweisenden Schritt in die Zukunft. Sie gehen davon aus, dass die Telemedizin in einigen Jahren der kommunikative Normalfall zwischen Arzt und Patient ist. Generell müsse es Ziel aller Beteiligten sein, zügig eine gemeinsame Lösung in Sachen Medizinisches Versorgungszentrum zu finden. Die nahende Schließung der Apotheke Am Stadttor zum 24. August sei auch ein Grund dafür, zu einer schnellen Entscheidung zu kommen. 

Sofern die Meinungsfindung vor der Ratssitzung im September nicht sicher sei, „müssen wir uns gemeinsam an einen Tisch setzen und eine Lösung finden“ sagte der Sprecher der Bündnisgrünen, Ulrich Naumann. 

Standortfrage "befriedigend lösen"

Das Medizinische Versorgungszentrum soll auch nach Meinung der Bündnisgrünen als „Anstalt des öffentlichen Rechts“ (AöR) geschaffen werden. Das bisherige Konzept wird mehrheitlich als „der richtige Weg“ angesehen, doch müsse „die Standortfrage befriedigend gelöst werden“. Die Grünen denken an den barrierefreien Zugang zum künftigen MVZ mit Platzangebot für Ärzte und Patienten, aber auch an ausreichend Parkplätze. Weitgehend verfüge das jetzige Hönnemed-Center über diese Voraussetzungen. 

Als Anstalt des öffentlichen Rechts wird eine Verwaltungseinrichtung bezeichnet, die mit einer öffentlichen Aufgabe betraut ist, die ihr per Gesetz oder per Satzung zugewiesen ist. 

Personell schwierige Situation 

Der bundesweite Zuwachs an Mitgliedern ist bei den Neuenrader Grünen nicht feststellbar. Vor Ort habe man zwar einen Neuzugang zu verzeichnen, insgesamt halte sich aber die Bereitschaft, sich kommunalpolitisch zu engagieren, in Grenzen. „Das mit den Mitgliedern könnte bei uns besser sein“, sagte Naumann. Er habe aber trotzdem den Eindruck, dass „Politik von der Jugend wieder höher bewertet wird“. 

Über weitere und durchaus denkbare personelle Zugänge auf kommunaler Ebene wurde nicht gesprochen. Falls sich in dieser Richtung konkret etwas tun sollte, wolle man die Neuen vor der Kommunalwahl im Herbst nächsten Jahres präsentieren. 

Auch Windkraft bleibt Thema

Weitere Themen, die beim Treffen im Haus der Familie Kaluza besprochen wurden, waren die geplanten Windkraftanlagen auf dem Kohlberg und die Umgehungsstraße. Generell begrüßen die Bündnisgrünen den Bau der Windkraftanlagen auf dem Kohlberg, die Umgehungsstraße dagegen wird von ihnen abgelehnt.

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