Neuenrader beweisen eine gute Spendermoral

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Der Neuenrader Wolfgang Kortmann geht seit seinem 18. Lebensjahr regelmäßig zur Blutspende. Am Dienstag gab er seine 72. Spende des „roten Lebenssaftes“ ab.

Neuenrade - „Bei jedem Doppeltermin kommen immer mindestens 300 Spender“, sagte die Blutspende-Beauftragte des DRK Neuenrade, Renate Kösters. Zufrieden ist das DRK-Team und stellt eine hervorragende Spendermoral der Neuenrader Bürger fest.

Neu ist jedoch, dass seit dieser Woche die ehrenamtlichen Helfer und das DRK-Team die Blutspende-Termine aus logistischen Gründen im Phillip-Neri-Haus durchführen müssen.

„Wir sind von der Bezirksregierung gezwungen worden, umzuziehen. Aus organisatorischen Gründen brauchten wir größere, seperate Räume“, sagte Kösters am Dienstag im Phillip-Neri-Haus an der Bahnhofstraße. Durch den ungeplanten Umzug, der für das DRK-Team viel Mehraufwand und Hektik schafft, sei der Ablauf noch etwas durcheinander, aber dies würde sich mit der Zeit und der gewohnten Routine wieder einspielen. „Wir sind ja insgesamt 38 fleißige Helfer in mehreren Schichten über jeweils zwei Tage. Auch die Affelner Blutspende-Beauftragte Kim Schwabbauer hilft regelmäßig dem Neuenrader Team, wenn die Masse an Bürgern – pro Doppeltermin immer mehr als 300 Bürger, die je einen halben Liter Blut abgeben – ein gutes Werk tun möchte. „Wir haben eine regelrechte Stammkundschaft“, sagte Kösters. Ausnahmen seien dabei nur Tage, an denen das Wetter sehr schlecht sei oder in der Bevölkerung „eine Grippewelle umherziehen würde“.

Zusätzliche Unterstützung, – auch durch neue frische Kräfte, die ehrenamtlich helfen möchten – sei auch notwendig. Kösters freut sich nämlich darüber, dass der Zulauf an neuen Gesichtern unter den Blutspendern weiter anhält: „Wir haben immer noch Zuwachs an Spendern. Im letzten Jahr waren es insgesamt 34 neue.“

Zu diesen regelmäßigen Spendengängern gehört auch der 62-jährige Wolfgang Kortmann. Seitdem er volljährig ist geht er – früher sechsmal, mittlerweile noch viermal im Jahr – zur Blutspende. Die Aussage Kösters kann Kortmann bestätigen: „Es kommen immer sehr viele Menschen zur Blutspende. Die Beteiligung in Neuenrade ist wirklich gut, aber es sollten noch viel mehr Bürger mitmachen, da man damit eine gute Sache unterstützt.“ Jedem unentschlossenen Bürger gibt Kortmann mit auf den Weg, doch auch mal den Weg ins Phillip-Neri-Haus zu suchen: „Eine Blutspende kann möglicherweise jeder irgendwann – auch unverschuldet – einmal gebrauchen.“

Der nächste Blutspende-Termin des DRK wird am 9. Februar in Affeln sein. In Neuenrade können die Bürger wieder am 5. und 6. Mai ihr Blut „abzapfen“ lassen. Auch dann werden die DRK-Helferdie Spender wieder im Phillip-Neri-Haus an der Katholischen Kirche begrüßen.

- Von Benny Finger

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