Fastenbrechen bei der Wohnungsgesellschaft

Ahmed Tasdemir und Ingo Wöste von der Wohnungsgesellschaft stellten den Anwohnern der Häuser Am Brunnenbach beim Fastenbrechen den geplanten Maßnahmenkatalog vor.

NEUENRADE ▪ Um den Anwohnern ihren geplanten Maßnahmenkatalog für die Häuser Am Brunnenbach zu präsentieren, lud die Werdohler Wohnungsgesellschaft für Donnerstagabend zum Fastenbrechen, den abendlichen Abschluss eines Fastentages während des Ramadans, ein. Die Idee dazu hatte Woge-Mitarbeiter Ahmet Tasdemir vor einer Woche. „Türken sind für ihre Spontaneität bekannt“, sagte der Initiator.

Ahmet Tasdemir weiß, dass seine Landsleute nicht viel Vorlaufzeit benötigen, um ein Fest mit reichlich leckeren Speisen auf die Beine zu stellen. Alle Bewohner der 90 betroffenen Wohnungen rief Ahmet Tasdemir persönlich an und mobilisierte so die gesamte Siedlung.

„Heute packen alle mit an“, freute er sich. Brot, Salate, gefülltes Gemüse, gebratene Hähnchen, Tzatziki, Linsenköfte, Linsensuppe und Süßspeisen brachten die Bewohner zum Treffpunkt. An einem langen Büfett bauten sie die Gerichte auf und verspeisten sie anschließend in großer Runde.

„Hier muss man nicht wegziehen, hier zieht man hin“, stellte Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste den Anwohnern anschließend die geplanten Veränderungen vor, die das Wohnumfeld Am Brunnenbach attraktiver gestalten sollen.

Zum einen soll das Ufergelände des Bachlaufs - soweit es der Naturschutz erlaubt - gerodet werden, damit das Gewässer wieder zum Vorschein kommt. In der Flachwasserzone werden Tritt- und Spielsteine verlegt, auf der angrenzenden Wiese Sitzgelegenheiten errichtet.

Die Schrebergartenfläche hinter einem der Häuser wird begradigt, neu eingefriedet und in neue Mieterparzellen eingeteilt. Auch hier sollen weitere Sitzgelegenheiten aufgebaut werden. Mit einem Innenanstrich sowie einem eigenen Siedlungsemblem wird das Bushäuschen optisch aufgewertet.

Außerdem plant die Woge für den Müllcontainerplatz einen Sichtschutz aus Sträuchern. Und auch an den Wohnhäusern selbst soll es Veränderungen geben. Acht Mieterterrassen an den Häusern Nummer 9, 11, 13 und 15 und Blumenbeete werden neu geschaffen. Die wohl schönste Nachricht für die Anwohner überbrachte Ingo Wöste zum Schluss seiner Präsentation: „Eine Mieterhöhung hat das nicht zur Folge.“

Mit dieser umfassenden Maßnahme will die Woge auf die Veränderungen des Neuenrader Wohnungsmarktes reagieren. Die Vermietung im Siedlungsgebiet sei kein Selbstläufer mehr wie früher. Die Wohnungsgesellschaft will sich dieser Herausforderung nach dem Motto „Zukunft wird nicht erlitten, sondern gestaltet“ stellen.

▪ Susanne Riedl

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