Frühstückstreffen mit interessanten Einblicken

Beim Publikum kam die Art der Referentin ebenso gut an wie die Intention ihres Vortrags.

Neuenrade. Diese Frau steckt voller Energie. Das ist der Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg schon nach den ersten Sätzen anzumerken. Und außerdem steht die Mutter von drei Kindern mit beiden Beinen im Leben. Davon berichtete sie im Rahmen des hervorragend besuchten Frühstückstreffens am Samstagvormittag im Gemeindehaus.

Organisiert hatten den Treff die drei Gemeinde-„Abteilungen“ Bibelfrühstück, Frauentreff und „Mid life Kreis“. Mit dem Ergebnis, sprich: der Resonanz, konnten die Veranstalter mehr als zufrieden sein. Freie Sitzplätze waren Mangelware.

Die Gastreferentin begann ganz vorne, stellte sich vor und sparte nur wenige Aspekte ihres beruflichen und privaten Lebens aus. Persönlich solle es sein, meinte die Pfarrerin und kündigte gleich zu Beginn an, am Ende jeden persönlich zu verabschieden.

Bevor die interessant wirkende Persönlichkeit zum eigentlichen Thema kam, vermittelte sie dem Publikum einen kurzen Überblick über Aktionen in Lüdenscheid, die ihr viel bedeuten. An erster Stelle nannte sie die Obdachlosenhilfe, eine Aktion, die so manchem Menschen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch eine Perspektive und die Rückkehr in ein geordnetes Leben verschaffe. Weil ihr diese Arbeit so viel bedeute, ginge sie ohne ihr Holzschwein zu keiner Veranstaltung. Darin sammele sie Geld für die Initiative, denn die Menschen seien es wert, dass man ihnen helfe. Schließlich stecke in jedem ein Goldschatz.

Spannend, aber das sei ja nicht das Thema des Treffs, bog die Pfarrerin zum Motto „Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade“ ab. Mittels eine Parabel arbeitete sie das Thema auf, erzählte die Geschichte vom einem verbitterten Menschen, der seinen Frust an einer Pflanze ausließ. Die ging unter der Last aber nicht ein, vielmehr entwickelte sie sich zu einem besonderes starken Exemplar ihrer Gattung.

Allein diese Parabel von der kleinen Palme auf der ein Fels lag, würde als Intention des Tages schon ausreichen, meinte die Referentin, ging dann aber doch noch einen Schritt weiter und stellte dem Publikum eine Familie vor, in der nicht alles rund lief. Eine Tragödie entwickelte sich, weil ein Vater eines seiner Kinder bevorzugte. Die Rede war von Jakob und Josef. Probleme frühzeitig anzusprechen, bevor eine Situation eskaliert, sei von immenser Bedeutung – damals wie heute. Monika Deitenbeck-Goseberg gestattete in diesem Zusammenhang einen Blick in ihr Familienleben und erklärte, dass sie jedes ihrer drei Kinder liebe, aber jedes auf eine andere Art. Es war ein ebenso kurzweiliges wie ansprechenden Referat, das die bekannte Pfarrerin aus Lüdenscheid beim Frühstückstreffen hielt.

Von Markus Jentzsch

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