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Neuenrade: Familienzentrum plant Waldspielplatz

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Diana Dickel, Erzieherin, zeigt den neuen Sand- und Matschbereich am Familienzentrum Hummelnest. Er bildet den ersten Teilabschnitt des geplanten Waldspielplatzes.

Neuenrade - „Wir wollen den Wald auf den Spielplatz holen“ – so beschreibt Diana Dickel, Erzieherin, die geplante Spielplatzanlage des Familienzentrums Hummelnest. 80 000 Euro sind für das gesamte Vorhaben veranschlagt. Die Evangelische Kirchengemeinde, als Träger des Familienzentrums, übernimmt im Rahmen des Haushalts die notwendigen Kosten und berät, in welchem Umfang und in welcher Zeit das Vorhaben zu realisieren ist.

Begonnen hatte alles mit den Waldwochen: Gemeinsam mit den Kindern waren die Erzieherinnen an mehreren Tagen in einem Waldgebiet am Remmelshagen. Dort sei beispielsweise gespielt und geklettert worden, erzählt Diana Dickel. 

So sei die Idee für einen Waldspielplatz entstanden. Freies Spielen, Verstecken, Klettern – all das soll auf der geplanten Anlage für die Kinder möglich werden. „Wir wollen weg von den vielen Regeln bei der Benutzung der Spielgeräte“, erklärt Erzieherin Dickel. 

Wünsche der Kinder im Vordergrund

Die Aufenthalte in der Natur hätten gezeigt, dass die Jungen und Mädchen so viele Einschränkungen und Regeln nicht bräuchten. Die Kinder sollten sich nicht eingeengt fühlen, erläutert sie weiter. Und so hätten auch während der Planungen die Wünsche der Jungen und Mädchen im Vordergrund gestanden. 

Stück für Stück soll die alte Anlage ersetzt werden. Diese sei bereits mehr als 20 Jahre alt. Dies habe zur Folge, dass das Holz an manchen Stellen der Spielgeräte schon morsch sei. Der Bereich, den die Kinder bisher zum Fahren mit Spielgeräten nutzten, soll verkleinert werden. 

Die alte Spielplatzanlage ist bereits mehr als 20 Jahre alt. Stück für Stück soll sie durch den Waldspielplatz ersetzt werden.

Mit dem Bau der großen Anlage wurde die Firma Spielbetrieb beauftragt. Diese hat sich auf naturnahe Spielplätze spezialisiert. Ende Februar konnte bereits mit dem ersten Bauabschnitt, dem Sand- und Matschbereich, begonnen werden. Inzwischen ist dieser fast fertig. 

Unterhalb eines kleinen Hügels befindet sich eine große Sandfläche mit Steinen. Mit ein bisschen Fantasie könnten diese beispielsweise zu einem Herd umfunktioniert werden. 

Möglichkeiten zum Spielen

Am Wegesrand wurden außerdem kleine Sträucher und Bäume gepflanzt. „Die lassen wir erstmal einfach wachsen“, erklärt Erzieherin Dickel. So würden für die Kinder Möglichkeiten zum Verstecken und Spielen entstehen. 

Eine Besonderheit ist die große Waldwurzel, die oben auf einem Hügel steht. Sie sei in Absprache mit Franz-Josef Stein, Förster, vom Kohlberg an den Semberg gebracht worden. In dem Waldgebiet, in dem die Waldtage des Familienzentrums stattfinden, liege ein ähnliches Exemplar. „Die Wurzel dort ist bei den Kindern sehr beliebt und regt zum Spielen an“, sagt Diana Dickel. 

"Müssen in Teilabschnitten arbeiten"

Insgesamt habe der Sand- und Matschbereich ungefähr 13 000 Euro gekostet. Der Förderverein Familienzentrum Hummelnest eV unterstützt die Evangelische Kirchengemeinde und den Kindergarten, ist aber seinerseits auf Spenden und Unterstützung angewiesen. „Wir müssen in Teilabschnitten arbeiten“, erklärt Dickel. Bis zur Fertigstellung der Anlage werde es deswegen vielleicht noch mehrere Jahre dauern.

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