Sternsinger bilden 13 Gruppen

Laurie Hengesbach (Caspar), ihre Schwester Kira Marie (Balthasar) und Aileen Ganss als Melchior waren für die Carl-Diem-Straße und die Jahnstraße verantwortlich.

NEUENRADE ▪ Ungefähr 50 Kinder zogen am Samstag in Neuenrade los, um als Sternsinger die Segensbitte von Haus zu Haus zu bringen und um für arme Kinder in Tansania Geld zu sammeln. Von Romina Mester

Unter den rund 50 Kindern konnten wieder fünf neue Gesichter im Phillip-Neri-Haus begrüßt werden. „Bei den Vorbereitungstreffen erscheinen meist recht wenige Kinder, doch am eigentlich Tag haben wir dann immer genug Sternsinger“, erklärte Steven Scheumann, der zusammen mit Andreas Hupperich die Aussendung der Sternsinger organisiert hat.

Doch einige der Kinder sind schon „alte Hasen“ und waren im vergangenen Jahr mit zu Besuch beim Bundespräsidenten in Berlin. Da in Neuenrade alle katholischen Haushalte angesteuert werden, helfen auch ein paar Erwachsene als Sternsinger aus.

Auch wenn sich jetzt noch genügend Sternsinger melden, wünscht sich Scheumann für die Zukunft noch mehr Freiwillige. Oft wäre da das Problem, dass den Kindern die Verkleidung zu peinlich sei, so Scheumann. „Aber an Halloween ist die Verkleidung doch auch nicht peinlich, wenn man von Haus zu Haus geht, da kann man sich doch jetzt ebenso verkleiden und es mit einem guten Zweck verbinden“, meinte er.

Und so mussten, bevor die 13 Gruppen losziehen konnten, zunächst die Kostüme ausgewählt werden. Für die Verkleidungen wird schon seit vielen Jahren gesammelt. Zwischendurch erhält die Gemeinde immer mal wieder Textilspenden, woraus freiwillige Helfer die Kostüme nähen. „Wer noch Stoff, zum Beispiel von Gardinen, übrig hat, der kann diesen gerne im Gemeindebüro spenden“, so Scheumann. Nachdem jeder sein Kostüm erhalten hatte, ging es am Samstag gemeinsam in die Kirche, wo die Kreide gesegnet wurde und die Kinder noch einmal einen Überblick zum Tagesablauf erhielten.

Danach ging es endlich los: Ausgerüstet mit Kreide, Stern und Sammelbüchse, zogen die Kinder von Haushalt zu Haushalt. Dort hinterließen sie an den Türen die Segensbitte „20*C+M+B+13“. Ausgeschrieben auf lateinisch lautet der Mittelteil: „Christus mansionem benedica“ und bedeutet „Christus segne dieses Haus“.

„Wir sammeln als Sternsinger immer auf lustige Art Geld für arme Kinder“, so Laurie Hengesbach, die als Caspar verkleidet war. Zusammen mit ihrer Schwester Kira Marie als Balthasar und Aileen Ganss als Melchior war sie für die Carl-Diem-Straße und die Jahnstraße verantwortlich. Das Trio hatte seine Texte im Voraus eifrig geübt, wie sie erklärten. „Das macht uns einfach jedes Jahr wieder Spaß“, betonte Laurie.

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