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Dachstuhlbrand im MK: Feuerwehr kämpft die ganze Nacht gegen die Flammen

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Von: Peter von der Beck, Markus Klümper

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Der Dachstuhl eines Wohnhauses in Neuenrade war am Samstagabend in Brand geraten und stand lichterloh in Flammen. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften war bis 6.30 Uhr im Einsatz.

Update vom 21. November, 13.19 Uhr: Verletzt wurde bei dem Dachstuhlbrand in Neuenrade niemand. Zwölf Bewohner mussten von der Stadt untergebracht werden. Am Sonntagmittag konnten die Feuerwehr Neuenrade dann endlich Entwarnung geben. Nach einer enormen Materialschlacht in der Nacht mussten Einsatzkräfte noch am Sonntagvormittag immer wieder aufflackernde Glutnester ablöschen.

Die Brandstelle wurde von der Polizei beschlagnahmt, damit der Brandsachverständige die Brandursache ermitteln kann. Möglicherweise ein Zimmerbrand hatte sich am Samstag wohl ausgedehnt und auf den Dachstuhl übergegriffen. Am Sonntag blieb vom Dachstuhl nur ein rauchendes Trümmerfeld.

Großbrand in Neuenrade: Hilfe durch Einsatzkräfte aus Nachbarstädten

Wie der Neuenrader Feuerwehrchef Karsten Runte berichtete, sei die Löschwasserversorgung für das abseits gelegene Haus schwierig gewesen. Über mehre hundert Meter mussten Schlauchleitungen verlegt werden, teils bis zum Hydranten am Lidl-Markt. Zudem waren Tanklöschfahrzeuge aus Lüdenscheid und Menden im Pendelverkehr im Einsatz.

Dachstuhl von Wohnhaus lichterloh in Flammen - Feuerwehr in Neuenrade im Großeinsatz
Dachstuhl von Wohnhaus lichterloh in Flammen - Feuerwehr in Neuenrade im Großeinsatz © Markus Klümper

Schwierig gestaltete sich die Branderkundung und Brandbekämpfung durch die Lage des Hauses am Hang eines Waldes, zudem war der Dachstuhl mit Holz ausgebaut und mit Dachpappe bedeckt. Hinzu gekommen sei eine relativ hohe Brandlast, also viel brennbares Material. „Es gab eine enorme Hitzeentwicklung.“ Teilweise musste der Dachstuhl mithilfe der diamantbesetzten Rettungssäge aufgeschnitten werden, um ordentlich löschen zu können.

Dachstuhl steht in Flammen: Drohnen-Einheit im Einsatz

Nicht nur Wasser, sondern auch Löschschaum wurde im Verlaufe der Nacht eingesetzt, um der Lage Herr zu werden. Für die Bewohner hatte der Feuerwehrchef zudem einen Bus der Märkischen Verkehrsgesellschaft geordert. Dort wurden die geschockten Bewohner dann untersucht und gewärmt. Einen großen Schrecken gab es zwischenzeitlich, weil ein Kind vermisst wurde. „Es stellte sich aber heraus, dass es schon in Sicherheit gebracht worden war“, sagte Runte.

Dachstuhl von Wohnhaus lichterloh in Flammen - Feuerwehr in Neuenrade im Großeinsatz
Bis zum frühen Morgen kämpfte die Feuerwehr in Neuenrade gegen die Flammen. © Markus Klümper

Während der Nacht kam auch die Drohnen-Einheit aus Nachrodt-Wiblingwerde zum Einsatz. Mit deren Hilfe konnten Brandherde genau lokalisiert und bekämpft werden - dort konnte gezielt Löschmittel hineingesprüht werden.

Der Material- und Personalaufwand sei enorm gewesen, sagte Runte. Rund 130 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen. 40 Atemschutzgeräte seien verbraucht worden, sodass man nun 20 Atemschutzgeräte aus Balve leihen musste, damit man wieder einsatzfähig ist.

Zwölf Bewohner mussten von der Stadt untergebracht werden.
Zwölf Bewohner mussten von der Stadt untergebracht werden. © Markus Klümper

Dachstuhl von Wohnhaus lichterloh in Flammen - Großeinsatz im MK

Update vom 20. November, 21.08 Uhr: Der Einsatz in Neuenrade wird die Feuerwehr wohl noch länger beschäftigen. Während der Löscharbeiten zündete der bis dahin rauchende Dachstuhl durch, Flammen schlugen daraufhin aus dem Dach. Die Feuerwehr alarmierte daraufhin Einheiten aus weiteren Orten nach.

Die Löscharbeiten, die momentan über eine Drehleiter vorgenommen werden, gestalten sich nach Auskunft der Feuerwehr schwierig, weil der Dachboden des Wohnhauses in Neuenrade komplex ausgebaut sei.

Neuenrade: Dachstuhlbrand in Wohnhaus - Feuerwehr im Einsatz

[Erstmeldung] Neuenrade - Einen komplizierten Dachstuhlbrand muss die Feuerwehr in der Straße „Im Glocken“ in Neuenrade löschen. Dort ist am frühen Samstagabend ein Zimmerbrand in einem Wohnhaus ausgebrochen, der sich in der Folge auf den ganzen Dachstuhl ausdehnte.

Zur Stunde sind zwar keine Flammen mehr zu sehen, aber dunkelgrauer Brandrauch steigt aus verschiedenen Öffnungen des Dachstuhls auf. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz und bekam soeben Unterstützung: Die Feuerwehr Werdohl entsandte eine Drehleiter, die nun in Stellung gebracht wird. Über mögliche Verletzte liegen noch keine Erkenntnisse vor.

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