CDU Neuenrade braucht einen neuen Vorsitzenden

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Torsten Schneider (links) – hier nach seinem Abschied aus dem Rat – , zieht sich aus der aktiven Kommunalpolitik zurück.

Neuenrade - Die Mitglieder der CDU Neuenrade müssen einen neuen Vorsitzenden wählen. Torsten Schneider, immerhin fast zehn Jahre im Amt, gibt den Vorsitz ab. Deshalb wird kurzfristig eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt.

Die Versammlung findet am Donnerstag, 15 November, ab 19 Uhr im Kaisergarten statt. „Alle Mitglieder sind eingeladen, um mitzuentscheiden und von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen,“ heißt es in der Einladung. Der scheidende Vorsitzende Torsten Schneider hatte unlängst schon sein Ratsmandat niedergelegt. Die Begründung damals: Zeitmangel aus beruflichen Gründen. 

Schneider ist Geschäftsführer der Vom-Hofe-Gruppe mit Sitz in Altena (Drahtbranche). Denselben Grund gibt Schneider auch diesmal an. Sein Job als Geschäftsführer lasse ihm keinen Raum für das anspruchsvolle Ehrenamt. Das nehme in der Regel Zeit in Anspruch, die er auf berufliche Dinge verwenden müsse. „Da muss man ehrlich zu sich selbst sein. Auch lokal hat man Verantwortung.“ 

Vorstandskollegen wissen längst Bescheid

Bereits Mitte September hatte Schneider eine Vorstandssitzung einberufen und seinen Rückzug intern mitgeteilt. Nun könnten die Mitglieder am 15. November über einen Nachfolger abstimmen. Die turnusmäßige Mitgliederversammlung finde im Frühjahr statt und werde dann von dem oder der neuen Vorsitzenden geleitet. Schneider sagte, dass er seine Nachfolge personell vorbereitet habe. „Ich bin da schon tätig geworden und habe mich um eine Nachfolge gekümmert.“ Da habe er sorgsam selektiert. Nun gehe man mit einem einstimmigen Vorstandsbeschluss in die Wahlsitzung hinein und werde den Vorschlag den Mitgliedern präsentieren. Einen Namen nannt Torsten Schneider allerdings nicht. 

Er ist sich natürlich nicht sicher, ob sich nicht noch jemand aus der Versammlung heraus als Kandidat präsentiere. Da konnte auch Sprecherin Lisa Hanke-Klute nicht weiterhelfen. Bei ihr habe sich bislang niemand gemeldet. Die Nachfrage ist nicht unberechtigt – immerhin gibt es auf Bundesebene gleich ein Dutzend Kandidaten für den Parteivorsitz. 

Torsten Schneider wird der CDU als einfaches Mitglied erhalten bleiben. „Es ist besser, wenn man den Vorstand ganz verlässt, sonst wird es für einen Nachfolger schwierig“, sagt er.

Von Peter von der Beck

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