Neuenrade bietet einen „Guten Start“

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Die Beteiligten des Projektes: (von links) Bernd Grunwald, Christiane Stolzenwald, Malindi Ossenberg-Engels, Ayse Dönmez, Selma Kadioglu, Klaus Peter Sasse und Sandra Horny.

neuenrade -  Einen guten Start will die Stadt Neuenrade und der Märkische Kreis Kindern aus Zuwandererfamilien ermöglichen. Dafür wird das gleichnamige Pilotprojekt „Guter Start“ gegründet.

Neben den Besuchen des sozialen Dienstes des Märkischen Kreises sollen nach einer Geburt zwei „Familienlotsinnen“ bei Schwierigkeiten von Familien mit ausländischen Wurzeln beratend zur Seite stehen. Bildungserhebungen zeigten, dass häufig Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien Probleme in der Schule bekommen. Grund sind meist Defizite in der Beherrschung der deutschen Sprache. Die Lotsinnen Selma Kadioglu und Malindi Ossenberg-Engels, beide sind selbst Mütter und haben einen Migrationshintergrund, sollen auf Teilhabe- und Förderungsmöglichkeiten hinweisen und die Familien auf weitere wichtige Termine, wie etwa die Kindervorsorgeuntersuchungen und Impftermine hinweisen.

„Das Projekt setzt bei Familien an, die noch nicht so gut angekommen sind, die wollen wir abholen“, erklärt Sandra Horny, Integrationsbeauftragte und Leiterin des ZELIUS. Die Beteiligten des Projektes aus Stadt und Kreis setzen sich die Grenze von einem Alter von drei Jahren, bis zu dem Kinder erreicht werden sollen, damit diese so früh gefördert werden können, dass es erst gar nicht zu Schwierigkeiten aufgrund mangelnder Sprachkenntnis kommen wird.

In den nächsten Wochen werden die beiden Familienlotsinnen Kontakt mit den Netzwerkpartnern in Neuenrade aufnehmen und auf ihre Arbeit aufmerksam machen. „Wichtig ist es den persönlichen Kontakt herzustellen“, sagt Bernd Grunwald vom Kommunalen Integrationszentrum des Märkischen Kreises. Vertrauensfördernd wirke dabei vor allem die Möglichkeit, mit den Familienlotsinnen Türkisch, Englisch oder Kisuaheli zu sprechen.

Die Erfahrungen aus Neuenrade sollen ausgewertet und für den gesamten Märkischen Kreis genutzt werden.

Von Sebastian Berndt

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